Auge in Auge mit „Wurst-Achim“ und Co.

Der Mann vor dem großen Lastwagen mit der vielen Wurst ziert sich noch ein wenig. „Na komm, das bisschen Wurst kannst du doch vertragen – dünn genug bist du doch!“, brüllt Wurst-Achim gutmütig durch sein Mikrofon. Die Umstehenden schmunzeln. Bei den Marktschreiern geht es nicht gerade zimperlich zu.

Drei Tage lang ging es laut zu auf der Domplatte: Die Veranstaltung „Buer blüht auf!“ feierte ihre Premiere. Und wenn es nach Ole Siemienski, dem Vorsitzenden der Buerschen Werbegemeinschaft geht, wird es nicht das letzte Mal gewesen sein.

„Der Veranstalter war sehr zufrieden mit den drei Tagen“, sagte Siemienski am Sonntag. Die Werbegemeinschaft hatte die Agentur „Jobo“ mit der Durchführung der Aktion beauftragt. Am Freitag war „Buer blüht auf!“ mit einem Marktschreier-Frühstück gestartet, danach gaben die Akteure wie „Wurst-Achim“, „Aal-Ole“ oder der „holländische Blumenkönig“ an drei Tagen alles, um die vielen Besucher auf der Domplatte zu unterhalten – und zum Kauf zu animieren.

„Der Bueraner ist aber noch ein bisschen verhalten, wenn es darum geht, sich auf die Marktschreier einzulassen“, hatte Siemienski beobachtet: Die Leute hätten ihren Spaß daran gehabt, von den gut gefüllten Tischen aus dem Treiben zuzusehen, hätten sich aber eher nicht zu einem verbalen Schlagabtausch mit „Wurst-Achim“ und Co. hinreißen lassen. „Solche Veranstaltungen müssen sich aber auch erst einmal etablieren“, sagt Siemienski, der unterm Strich ein positives Fazit der drei Tage zieht.

„Der Veranstalter möchte gerne wiederkommen“, sagt der WG-Vorsitzende und kündigte an, demnächst entsprechende Gespräche führen zu wollen. Vorteil für Buer: Die nächste Stadt, in der die Marktschreier sind, ist Hagen – das sei weit genug weg, sodass Buer in dieser Beziehung ein Alleinstellungsmerkmal habe, so Siemienski. Er kann sich vorstellen, aus der Aktion eine jährliche Sache zu machen – ein Wiedersehen mit „Wurst-Achim“ im kommenden Sommer ist also wahrscheinlich.

Foto: Heselmann

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