Bergmannsheil: Entwicklung gegen den Trend

Mit großer Zufriedenheit blickte Geschäftsführer Werner Neugebauer beim Neujahrsempfang der Bergmannsheil und Kinderklinik Buer (BKB) GmbH nach eigenen Worten auf das zurückliegende Jahr zurück. Der Krankenhausbetreiber stehe für eine „patientenorientierte innovative Medizin“, was „wir seit vielen Jahren erfolgreich unter Beweis“ stellen, so Neugebauer.

So entwickele sich die BKB sich „sogar in NRW gegen den Trend“, betonte der Geschäftsführer, der ergänzte: „Während andere Häuser Betten abbauen, hat das Land im neuen Krankenhausplan den Ausbau der Kliniken der Inneren Medizin am Bergmannsheil Buer ausdrücklich zugestimmt und damit unsere Strategie der letzten Jahre umfassend bestätigt.“

Mit 105 Betten verdoppele das Haus seine Kapazitäten für Patienten mit Lungen- und Herzerkrankungen sowie gastroenterologischen Erkrankungen beinahe. „Auch in der Kinder- und Jugendklinik stehen uns nun 75 statt 58 Betten zur Verfügung“. Eine hohe Spezialisierung zeichne das Leistungsspektrum der Häuser aus. „Die Patientenzahlen entwickeln sich positiv“, sagte der Geschäftsführer.

Mit der Behandlung von Herzrhythmusstörungen in Form von elektrophysiologischen Untersuchungen (EPU) und Katheterablationen habe sich die Kardiologie am Bergmannsheil Buer „mächtig spezialisiert“, so Neugebauer, „Gerade älteren Menschen mit der Diagnose Vorhofflimmern, kann jetzt operativ geholfen werden.“
Für Bau und Ausstattung des Herzkatheterlabors mit zwei Untersuchungseinheiten, investierte das Bergmannsheil Buer eigenen Angaben zufolge drei Millionen Euro. Bei Notfallpatienten mit Verdacht auf einen Herzinfarkt werden Linksherzkatheter-Untersuchungen hier rund um die Uhr durchgeführt.

Im Herbst wurde das Bergmannsheil erneut von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie als Überregionales Traumazentrum zertifiziert. „Damit gehört das Haus bei der Versorgung von Schwerstverletzten zur Champions League“, sagt Neugebauer. „Im Ruhrgebiet gibt es nur sechs leistungsstarke Kliniken mit dieser höchsten Versorgungsstufe. Unsere Notfallstrukturen überzeugten die externen Gutachter, auch die Spezialisierung auf Verbrennungschirurgie, Kinderintensivmedizin sowie auf die Versorgung von Patienten mit einer Kohlenmonoxidvergiftung oder Gasbrandinfektion.“ Ab Februar könnten die Rettungsdienste das neue Druckkammerzentrum an allen Tages des Jahres zu allen Tag- und Nachtzeiten anfahren.“

Oberbürgermeister Frank Baranowski erinnerte in seiner Rede an das Ende der Steinkohlebergbaus, das 2018 für das Haus auch zu einem besonderen Jahr mache: „Das Bergmannsheil wird in den kommenden Jahren allein durch seinen Namen an die Vergangenheit und Herkunft unserer Stadt und Region erinnern.“ Es werde daran erinnern, dass die Arbeit unter Tage eine besondere und vor allem auch gefährliche war – was Unfälle unter Tage anbelangte ebenso wie Krankheitsrisiken wie die Staublunge. Aus Sicht des OB war das vergangene Jahr für den Klinikverbund aber auch aus einem anderen Grund besonders: wegen der öffentlichen Diskussion um den Film „Elternschule“ – und mit ihm um die Arbeit auf der Psychosomatischen Station der Kinderklinik. Er betonte, „dass die Stadt in dieser Situation klar hinter der Kinderklinik stand“. Und er hoffe, dass diese Debatte bei den Mitarbeitern „möglichst wenig Spuren hinterlassen hat“.

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