Der Kunst auf sinnliche Art "Zeit widmen"

BUER. Das Kunstmuseum Gelsenkirchen an der Horster Straße nimmt bei seinen Veranstaltungen auch immer Bevölkerungsgruppen mit, die ansonsten nicht den unkompliziertesten Zugang zur Kunst hätten.

So steht am am Freitag, den 16. März 2018, ein Rundgang für Menschen mit Demenz auf dem Programm. Unter dem Motto „Zeit widmen“ steht die sinnliche Entdeckungsreise, zu der auch Familienangehörige eingeladen sind.
Nach einem Kaffee zur Einstimmung geht es in gemütlicher Runde durch das Museum. Auf dem Weg begegnen die Teilnehmer Gemälden, die mit ihren Farben faszinieren, sowie Skulpturen, deren Formen und Oberflächen beeindrucken. Manche Kunstwerke strahlen eine sanfte Ruhe aus, andere präsentieren sich dynamisch bewegt. Die Begegnungen mit Farben, Flächen und Räumen regen die Sinne an. Nicht Wissen und Können stehen im Vordergrund, sondern sinnliches Erleben.
Neben diesem einmal im Monat stattfindenden Programm sind jederzeit individuelle Termine kostenfrei für kleine Gruppen buchbar, auf Wunsch auch mit kreativ-praktischem Teil. Maximale Teilnehmerzahl dabei: Zehn Personen. Eine Anmeldung ist dann erforderlich unter ( 0209/1694130 oder katharina.koenig@gelsenkirchen.de.
Am Sonntag, den 18. März 2018, um 15 Uhr bietet das Kunstmuseum dann eine öffentliche, ebenfalls kostenfreie Führung zum Thema „Licht“ in der Kinetik an.

Die kinetische Sammlung ist in Deutschland einzigartig und bietet einen großen Einblick in die Kunstrichtung, deren Ausdrucksform die Bewegung ist. Herkömmliche Auffassungen von starren Kunstformen muss der Betrachter in dieser Sammlung beiseitelegen. Die Besucher tauchen ein in die faszinierende Welt der Bewegung, der Dynamik des Lichts und der optischen Täuschungen. Sie erleben Kunstwerke der ZERO-Künstler, die bereits 1963 ihre erste Ausstellung in der Künstlersiedlung Halfmannshof hatten. Herausgefordert werden ihre Blicke und Wahrnehmungen im Bereich der Op Art, die mit der Trägheit des Auges spielt und so manch überraschende Irritation hervorruft.
Insbesondere wird bei diesem Rundgang das Licht in ganz unterschiedlichen Facetten erlebbar – gespiegelt, reflektiert, gebrochen, bewegt, flächig, farbig oder auch rhythmisiert. Mit dabei der „Reflektor“ von Hermann Goepfert, der „Lichtkasten“ von Christian Megert, die Licht-Objekte von Werner Bauer und Günter Dohr sowie das Repro-Modul von Inge Haas. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, Treffpunkt ist im Foyer.

 

Foto: NBM-Archiv

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