Erhalten und bewahren

Am kommenden Sonntag erwartet die Besucher ein besonderes Highlight im Kunstmuseum Gelsenkirchen: Die Gelegenheit, der Gemälderestauratorin Martina Kerkhoff über die Schulter zu schauen.

Sie wird in der Ausstellung „Frisch restauriert!“ ihre Arbeit erläutern und steht für Fragen der interessierten Gäste zur Verfügung.

In der Präsentation wird klar, dass Restaurierung nicht „wieder neu machen heißt“, sondern ein Prozess des Erhaltens und Bewahrens ist. Der Erhalt und die Stabilisierung von Originalsubstanz und die verbesserte Lesbarkeit des Kunstwerks stehen dabei jederzeit im Fokus der Arbeiten.

In den vergangenen Jahren hat das Kunstmuseum Gelsenkirchen zahlreiche Gemälde, Grafiken und kinetische Objekte restaurieren können. Dies reicht von Gemälden, die um das Jahr 1900 entstanden sind und ein starkes Craquelé (Netz von Rissen und Sprüngen in der Malschicht) aufweisen, bis zu Werken der 1960er und 70er Jahre, die auf Grund ihrer besonderen Materialzusammensetzung gefestigt werden mussten. Oder – exemplarisch für eine Vielzahl von kinetischen Objekten – eines, dessen Motor überarbeitet wurde, so dass es nun wieder reibungslos funktioniert.

Die Restaurierung der Gemälde wurde durch das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen seines Restaurierungsprogramms Bildende Kunst gefördert. Seit 2015 fördert die Wüstenrot Stiftung das Projekt „Strategien zum Erhalt und zur Präsentation der kinetischen Sammlung des Kunstmuseums Gelsenkirchen“, innerhalb dessen auch das kinetische Objekt von Hans Geipel restauriert werden konnte.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Los geht’s am 12. November um 15 Uhr (Horster Straße 5-7).

Foto: Stadt GE

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