Frisch Restauriertes im "Schaufenster"

Auch 2017 wurden mit Förderungshilfe Gemälde, Objekte und kinetische Kunstwerke im Museum restauriert. Die Resultate werden in der Ausstellungsfortsetzung „Frisch restauriert!“ im „Schaufenster“ gezeigt.

Die Ausstellung ist auf den Zeitraum vom 11. Januar bis zum 8. April 2018 terminiert; ein Museum wie das Kunstmuseum (Horster Str. 5-7) trägt die Verantwortung für die Pflege und den Erhalt seines Sammlungsbestandes. Unabhängig davon, ob Schäden auf Alterung oder äußere Einflüsse wie Licht, Klima oder unsachgemäßen Transport zurückzuführen sind, ist es die Aufgabe eines Restaurators, den Zustand eines Kunstwerks zu stabilisieren. Das bedeutet, es sollten so wenige Veränderungen wie möglich vorgenommen werden, um die Originalsubstanz und die Aussagekraft eines Werkes zu erhalten.

Die Gebrauchsspuren gehören zu der Objektgeschichte dazu und sollten bewahrt werden. Deshalb müssen notwendige, konservatorische Maßnahmen idealerweise reversibel (umkehrbar) sein.

Im „Schaufenster“ können Besucher anhand von ausgewählten restaurierten Arbeiten den Prozess des Erhaltens und Stabilisierens nachvollziehen. Durch die Restaurierungsprotokolle erhalten sie einen Einblick in die sensible Arbeit von Restauratoren, die sonst vermehrt hinter den Kulissen eines Museums stattfindet. Zu sehen ist beispielsweise das kinetische Objekt „Rote Punkte auf Grün“ von Gerhard von Graevenitz, eine Schaumstoffplastik von Ferdinand Spindel, die Gemälde „Sommertag“ von Leo Putz und „Paysage d‘hiver“ von Jean Paul Riopelle sowie viele weitere frisch restaurierte Kunstwerke.

Auch dieses Mal können Besucher der Restauratorin Martina Kerkhoff bei einer Live-Restaurierung am Sonntag, den 25. Februar 2018, um 15 Uhr bei der Arbeit am Objekt zuschauen und ihr Fragen rund um das Thema Restaurierung stellen.
Die Restaurierung der Gemälde und des Objektes von Ferdinand Spindel wurden durch das Land NRW im Rahmen seines „Restaurierungsprogramms Bildende Kunst“ gefördert. Seit dem Jahre 2015 fördert die Wüstenrot Stiftung das Projekt „Strategien zum Erhalt und zur Präsentation der kinetischen Sammlung des Kunstmuseums Gelsenkirchen“, innerhalb dessen auch die ausgestellten kinetischen Objekte restauriert werden konnten.

Foto: Martin Schmüdderich

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