Hund beißt Mensch und Schwan

von René Preuss

buer. Am Mittwoch Nachmittag standen am Berger See offensichtlich für einen Hund die Zeichen auf Sturm, während für andere Tiere und einen Menschen wohl eher der Notstand hätte ausgerufen werden müssen.
Wie ein später selbst betroffener Zeuge bei der Polizei angab, würde ein freilaufender Hund dort andere Tiere angreifen. Und wenig später war auch dieser 25-jährige Gelsenkirchener selbst Opfer, er wurde ebenfalls von diesem Hund gebissen. Der Mann hatte sich am See befunden, um Enten und Gänse zu füttern. Zwei Schwäne waren aus diesem Grund auf einen Grünstreifen gekommen.
In diesem Moment habe der Hundehalter seinem nicht angeleinten Tier, einem Rottweilermischling, das Kommando „Fass!" zugerufen. Der Hund schnappte daraufhin nach den Schwänen. Während einer von ihnen noch rechtzeitig ins Wasser flüchten konnte, wurde der andere gebissen und flüchtete dann humpelnd in den See zurück.

Als der Zeuge den 50-Jährigen darauf ansprach, was das solle, lachte dieser nur. Der 25-Jährige wollte nun sein Gegenüber bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Dieser gab dem Hund erneut das Kommando „Fass!", der Hund biss darauf hin dem Zeugen in die Wade.
Im Rahmen der Fahndung trafen die Polizisten den Hundehalter, einen 50-jährigen Gelsenkirchener, samt Hund auf der Aschenbrockallee an. Gegenüber den Beamten gab der an, dass sein Hund nichts gemacht habe und die Polizei ja auch keine beweiskräftigen Bilder habe. Auch der Aufforderung, sein Tier anzuleinen und den Maulkorb aufzusetzen, kam der 50-Jährige nur zögerlich nach.
Anschließend verwickelte er sich bei seiner Schilderung des Vorfalls permanent in Widersprüche und letztendlich drohte er, für den Fall, dass ihm sein Tier entzogen würde, sich einen Dobermann anzuschaffen, um diesen auf Polizisten abzurichten. Aufgrund des gezeigten Verhaltens steht die Eignung des Gelsenkircheners als Hundehalter in Frage; Feuerwehrkräfte brachten den Hund ins Tierheim.

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