Karneval trotzt Sturm

In vielen anderen Städten wurden die Rosenmontagszüge abgesagt – in Gelsenkirchen entschied man sich für eine Verschiebung und lag richtig.

Am Morgen hatte man beim Festkomitee Gelsenkirchener Karneval noch viele bange Blicke in den Himmel geworfen: Tief „Bennet“ tobte sich über dem Land aus und schickte Sturm und Regen. In anderen Städten, etwa in Bottrop, hatte man den Karnevalsumzug schon abgesagt – in Gelsenkirchen entschied man stattdessen, den Zug statt um 14.30 Uhr erst um 15.11 Uhr auf seinen Weg über die Cranger Straße zu schicken.

Diese Entscheidung erwies sich als goldrichtig: Pünktlich gegen 15 Uhr riss der Himmel auf, der Wind ließ nach, und sogar die Sonne ließ sich blicken. Damit stand dem traditionellen Rosenmontagszug nichts mehr im Wege, zumal sich an der Cranger Straße auch wieder tausende teils fantasievoll verkleidete Menschen versammelt hatten. Ein bisschen schneller als sonst musste es allerdings gehen, deshalb verzichteten die Tanzgarden und Musikzüge auf ihre üblichen Vorführungen vor der Ehrentribüne – einzige Ausnahme war die Garde des Stadtprinzenpaares Dennis I. und Laura I., die erleichtert waren, dass der Zug stattfand: Vor drei Jahren war der Zug einem Sturmtief zum Opfer gefallen und abgesagt worden.

Die Session 2018/2019 steht unter dem Motto „Kohle geht – Tradition lebt – Karneval bebt“, und getreu diesem Motto waren viele der Wagen mit Bergbaumotiven gestaltet.

Foto: Heselmann

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