Ende einer Ära

Von Boris Spernol

Buer. Eine Ära geht in der heimischen SPD zu Ende: Wenn der SPD-Ortsverein Buer Mitte 1 am 21. Februar in seiner Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand wählt, muss er einen Nachfolger für Dr. Klemens Wittebur bestimmen. Der 62-jährige tritt nach 26 Jahren im Amt als Vorsitzender nicht mehr an. Und seinen Sitz in der Bezirksvertretung Nord wird Wittebur im August auch abgeben. Dies bestätigte er auf Anfrage. Gut 40 Jahre als Aktivposten in der Kommunalpolitik – das sei genug, befindet Wittebur, der zugleich betont, dass sein Abschied für die Partei nicht so überraschend komme. Wenn er beruflich ihn Ruhestand gehe, wolle er auch keine „organisierte Politik“ mehr betreiben.

„Ich habe bei meiner Wahl vor zwei Jahren gesagt, dass dies meine letzte Amtszeit sein wird, und ich halte, was ich sage“, betonte Wittebur. Sein Rückzug aus dem Parteiamt sei gewiss kein Protest gegen eine Große Koalition in Berlin, deren Gegner er aber sei. In Kürze wolle der Vorstand zusammen mit der Einladung zur Mitgliederversammlung einen Wahlvorschlag für eine Nachfolgeregelung unterbreiten, sagt Wittebur. „Das sollen unsere Mitglieder aber nicht aus der Zeitung erfahren“, sagte der SPD-Politiker, um zu begründen, warum er sich vorher öffentlich nicht zu Personalfragen äußern wolle. Und selbstverständlich handele es sich dann ja um eine demokratische Wahl. So oder so – die Nachfolgefrage werde kein Problem sein. Der Ortsverein sei gut aufgestellt, habe viele „engagierte Mitglieder“, die Verantwortung übernehmen könnten.

Witteburs derzeitiger Stellvertreter Karl-Heinz Mohr (65) hegt offenbar keine Ambitionen. Ob Sandra Latzke, seit 2014 Stadtverordnete im Rat der Stadt, ihren Hut in den Ring wirft, wollte Wittebur nicht kommentieren. Wer Witteburs Nachfolge im Sommer in der Bezirksvertretung Nord antreten wird, sei noch nicht abschließend geklärt, erklärt der scheidende Ortsvereinsvorsitzende.

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