Kochende Schüler am MPG

Die Schüler am Max-Planck-Gymnasium (MPG) kochen – die große Frage dabei ist: Wie gelingt ein leckerer Fruchtaufstrich, der die Umwelt schont?

Bereits im letzten November gab es am Max-Planck-Gymnasium eine Kochaktion für Schüler und Schülerinnen verschiedener Jahrgangsstufen. Im Rahmen des Projekts „Sterneküche macht Schule“ kochten sie mit dem Sternekoch Stefan Marquard ein gesundes Mensaessen für 100 Personen. Alle waren sich damals einig: „Das war sehr gesund und sehr lecker.“

Nun gab es in dieser Woche eine weitere Kochaktion. Diesmal wurde den Schülern der 5. Klassen etwas Gesundes fürs Frühstück zubereitet. Pünktlich um 11 Uhr standen die 20 Schüler beiderlei Geschlechts aus den vier 5er-Klassen ganz aufgeregt und tatendurstig in der Cafeteria. An diesem Vormittag tauschten sie den Klassenraum gegen die Küche, denn sie sollten von einer Expertin, Sanni Jansen von Sabines Marmeladenladen aus Herten, lernen, wie man einen leckeren Fruchtaufstrich aus frischen lokalen Früchten ohne Geschmacksverstärker kocht. Zuerst erfuhren allerdings alle, dass sie nicht Marmelade, sondern einen Fruchtaufstrich aus Pflaumen und Äpfeln kochen würden. Marmelade sei eben nur Orangenmarmelade, erklärte Sanni Jansen.

Beinahe richtig professionell saßen die kleinen Köchinnen und Köche mit Schürzen, kleinen Schneidebrettchen und Küchenmessern an langen Tischen. Sie lernten nicht nur, wie man Pflaumen und Äpfel entkernt und klein schneidet, welche Zutaten man sonst noch für die verschiedensten Arten von Fruchtaufstrich braucht, sondern auch, warum man eben zum Schutz der Umwelt im Oktober nur Pflaumen und Äpfel und keine Erdbeeren oder Himbeeren für den leckeren Fruchtaufstrich verarbeitet.

Das wichtige Thema „Nachhaltigkeit“ wurde ihnen so in der Praxis verdeutlicht. Das Obst, das sie verarbeiteten, war nicht Tausende von Kilometern gereist und war auch nicht eingefroren, sondern frisch und stammte von dem Bauern „um die Ecke“. Die Kochaktion fand nicht nur bei den kleinen Köchinnen und Köchen großen Anklang. Andere Schüler, die die hübschen Gläser aufgereiht in der Cafeteria stehen sahen, wollten sofort wissen, wo und wann sie den Fruchtaufstrich kaufen könnten.

Foto: MPG

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