Kürschners kehrt zurück

Von Frank Leszinski

Er kann es nicht lassen: Rüdiger Kürschners kehrt in die Gelsenkirchener Fußballszene zurück und wird neuer Trainer der SSV Buer.

Am Dienstag wird der 69-Jährige das erste Training des Landesligisten leiten. Nachdem sich die Bueraner Mitte der Woche von Trainer Holger Siska getrennt hatten, fiel die Wahl des SSV-Vorstands auf den Routinier, der in Gelsenkirchen so bekannt ist wie der sprichwörtliche „bunte Hund“.

Denn in seiner über 30-jährigen Trainerlaufbahn, die beim Traditionsklub Erle 08 ihren ersten sportlichen Höhepunkt hatte, betreute Kürschners auch zahlreiche andere bekannte Vereine wie zum Beispiel die STV Horst-Emscher und den SC Hassel.
Bis Anfang des Jahres trainierte Kürschners die C-Jugend der SSV Buer. „Da haben wir aus nächster Nähe beobachtet, wie akribisch Rüdiger arbeitet. Er lebt Fußball“, erzählte SSV-Vorsitzender Marcel Denneborg über den neuen Coach, der gestern noch die B 2-Jugend des TSV Marl-Hüls coachte. Für Kürschners war es kein leichter Abschied aus Marl, denn sein Team steht momentan auf dem ersten Tabellenplatz.

Doch der Übungsleiter drängte auf eine schnelle Entscheidung und Information für die Hülser, weil jetzt zwei Wochen Spielpause sind und somit der Verein genügend Zeit haben soll, um einen neuen Juniorentrainer zu finden. „Das zeigt, wie Rüdiger tickt. Er ist ein sehr fairer Sportsmann“, sagte Denneborg, nach dessen Worten sich die Bueraner Mannschaft nach Bekanntgabe des neuen Trainers sehr erfreut gezeigt habe. Am Sonntag spielten die Bueraner 2:2 beim VfL Kemminghausen und stehen momentan auf dem elften Tabellenplatz in der Landesliga 3. Mit Kürschners erhofft sich die SSV Buer einen Sprung nach vorn in der Tabelle.

Bereits am Donnerstag wird es ein Testspiel gegen den VfB Kirchhellen geben, damit sich Kürschners einen Überblick über seine neue Mannschaft verschaffen kann. Die Bueraner sind übrigens von Kürschners Fähigkeiten so überzeugt, dass der 69-Jährige keineswegs eine Übergangslösung sein soll. „Es ist mit Rüdiger so besprochen, dass er mindestens bis zum Ende der Saison 2019/20 bei uns arbeiten soll“, verriet Denneborg im Gespräch mit dieser Zeitung.
Große Eingewöhnungsprobleme wird der neue Coach gewiss nicht haben. Nach seinem Wechsel zu Marl-Hüls riss der Kontakt zur Löchterheide nicht ab. Viele Vorstandsmitglieder und Spieler kennt Kürschners schon seit vielen Jahren.
Der Trainerjob in Buer war übrigens sehr begehrt. Schon zehn Minuten nach Bekanntgabe der Trennung von Siska klingelte zum ersten Mal das Handy von Denneborg. Ein Interessent war dran. Doch konkret verhandelt hat Buer nur mit Rüdiger Kürschners.

Foto: NBM (Archiv)

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