Petrus steht auf Karneval

Von Matthias Heselmann

Jedes Prinzenpaar bekommt das Wetter, das es verdient“, hatte Gerd Schwenzfeier, Präsident des Festkomitees Gelsenkirchener Karneval noch vor wenigen Wochen prophezeit. Offenbar hat sich das Stadtprinzenpaar in dieser Session besonders viel Mühe gegeben: Bei allerschönstem Winterwetter zog der traditionelle Rosenmontagszug über die Cranger Straße.

Keinen Grund zur Klage gab es also für Prinzessin Elisabeth I. Zumbansen und Prinz Julian I. Nienhaus vom KC Astoria: Unzählige Menschen säumten die Cranger Straße, als sich gegen 14.30 Uhr der „Zuch“ in Bewegung setzte. 18 Motivwagen, zwölf Fußgruppen, zwölf Tanzgarden und vier Spielmannszüge machten sich auf den Weg die Cranger Straße hinauf und verteilten dabei mehr als zwölf Tonnen Wurfmaterial unter den Leuten. Von Bonbons über Schokoriegel bis hin zum Zahnpflegeset reichte die Bandbreite der Dinge, die geworfen wurden – schließlich nahm auch der Gelsenkirchener Zahnärzteverein erneut am Rosenmontagszug teil.

Zum ersten Mal dabei war die Kirchengemeinde St. Urbanus, sowohl mit einer Fußgruppe als auch mit einem eigenen Wagen. Auf dem präsentierte sich Propst Markus Pottbäcker in einem für ihn und seinen Berufsstand sehr ungewohntem Outfit: als Teufel.

Insgesamt 650 Meter lang war der närrische Lindwurm: Vor der Ehrentribüne, auf der unter anderem auch Oberbürgermeister Frank Baranowski den Rosenmontagszug verfolgte, wurde immer wieder ein Halt eingelegt, damit die Tanzgarden und Musikgruppen ihre Künste zeigen konnten.

Fotos: Heselmann

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