„Pfarrei-Erleben“ als Grundgedanke

Weitgehend unter Ausschluss der Pfarrei-Öffentlichkeit wurden in den vergangenen zweieinhalb Jahren ein wirtschaftliches und eine pastorales Konzept erarbeitet, um den Sparauflagen des Bistums Essen zu genügen. Für eine breitere Beteiligung, wie sie in anderen Pfarreien gang und gäbe war, sei die Pfarrei zu groß, sagte Pottbäcker auf Nachfrage. „Auch fehlte uns bis September eine verlässliche Datenbasis, weil das Bistum uns die Zahlen weil das Bistum uns die Zahlen zu den Kosten von Gebäuden und Personal erst so spät geliefert hat.“

Wichtiger Grundgedanke sei das „Pfarrei-Erleben“, erläuterte der Propst. „Wir wollen lernen, uns künftig noch mehr als Pfarrei St. Urbanus wahrzunehmen, in der es eine Vielzahl kleiner Gemeinden geben kann. Gemeinde hat für uns dann aber in erster Linie die Bedeutung einer Gemeinschaft von Christen und macht sich nicht an Kirchtürmen fest“, erläutert er. Die vielfältigen Aufgaben sollen an unterschiedlichen Standorten „schwerpunktartig vorhanden“ sein.

In der Buerschen Innenstadt böten sich gute Möglichkeiten in der City-Pastoral, Menschen auf ganz einfachem Weg mit dem christlichen Glauben in Kontakt treten zu lassen. Es sei denkbar, dies sogar „in ökumenischer Zusammenarbeit“ zu machen. So könnte hier ein citypastoraler Schwerpunkt entstehen, der Menschen einen punktuellen Kontakt zur Kirche ermöglicht. Der sozial-caritative Schwerpunkt in den Stadtteilen Schollen und Hassel soll weiter ausgebaut werden. Im Stadtteil Erle soll sich verstärkt um die Gründung und Begleitung neuer christlicher Gemeinschaften bemüht werden.

Als „Knotenpunkt“ für Jugendarbeit in der Pfarrei soll dem Jugendpastoralen Zentrum „JuHU“ weiterhin „geeignete Räumlichkeiten und Ressourcen“ zur Verfügung gestellt werden. Dabei steht der jetzige Standort an der verkehrsgünstig gelegenen St.-Ludgeri-Kirche zur Disposition. Denkbar sei auch eine Verlagerung nach St. Mariä Himmelfahrt, so Pottbäcker. Andererseits wird das JuHu gemeinsam mit der Pfarrei St. Hippolytus betrieben, eine Verlagerung in die Innenstadt von Buer würde es noch weiter vom Stadtteil Horst entfernen.

Außerdem soll es an einem anderen Ort, „der noch zu bestimmen ist“, regelmäßige pastorale, gottesdienstliche oder katechetische Angebote für Eltern und Kinder geben. „Dieses familienpastorale Zentrum könnte auch Hilfestellungen und Vernetzungsmöglichkeiten zum Beispiel für alleinerziehende Mütter oder Väter bieten“.
Pottbäcker sieht in diesem inhaltlichen Rahmen der pastoralen Arbeitet „zahlreiche Chancen und Möglichkeiten“. Allerdings seien eben auch Einsparungen notwendig. Entlassungen soll es nicht geben.

Foto: NBM (Archiv)

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