Polizei bereitet sich auf Revierderby vor

Von Boris Spernol

Das Revierderby zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund am Sonntag gehört, keine Frage, für die Anhänger beider Teams wieder zu den Saisonhöhepunkten der Bundesliga – voller Tradition und Emotion. Die Polizei indes stuft die Begegnung wieder als Hochrisikospiel ein, „denn auch hier gibt es leider eine traurige Tradition der Auseinandersetzung zwischen den rivalisierenden Fanlagern ein“, sagt Polizeisprecher Thorsten Sziesze.

Wenn es in der jüngeren Vergangenheit bei den Spielen in Gelsenkirchen nicht zu größeren Zwischenfällen gekommen sei, so sei dies auch als Erfolg einer präventiven Polizeiarbeit zu sehen. Das bedeute auch, die sogenannten gewaltbereiten Fans, die nur eine deutliche Minderheit ausmachten, klar im Blick zu haben.

So will die Polizei es gar nicht erst zu einem Zusammentreffen der beiden Lager kommen lassen. Deshalb bereitet sich die Polizei mit mehreren Hundertschaften wieder auf einen Großeinsatz vor. „Es werden viele Polizeibeamte wahrzunehmen sein“, kündigt Heidi Fahrenholz, Leiterin Gefahrenabwehreinsatz an.

Im Fokus der Polizeiarbeit stehe, für die Sicherheit zu sorgen und dabei deeskalierend zu wirken. Mit einem Offenen Brief an alle Fußballfans ruft die Gelsenkirchener Polizei deshalb wieder zu Besonnenheit auf. „Wir wünschen uns alle ein friedliches, harmonisches und stimmungsvolles Derby, bei dem der Sport im Vordergrund steht“, so Fahrenholz.

Die Gelsenkirchener Polizei macht in ihrem Brief deutlich, dass sie für die Gewährleistung der Sicherheit in der Arena und auf der An- und Abreise verantwortlich ist und kündigt an: „Wir dulden keine rechtsfreien Räume, auch nicht im Stadion. Wir werden bei entsprechenden Anlässen konsequent einschreiten und Straftaten verfolgen.“ Es gebe zahlreiche Stadionverbote in beiden Fanlagern. Die Polizei werde „dafür Sorge tragen, das diese auch eingehalten werden. Dazu nutzen wir das Instrument des Bereichsbetretungsverbots, welches bei Nichtbefolgen zum Platzverweis, zur Ingewahrsamnahme und sogar zum Zwangsgeld führen kann“, erläutert Sziesze.

In der Vorbereitung auf dieses emotionsgeladene Derby arbeitet die Gelsenkirchener Polizei nach eigenen Angaben eng mit den Sicherheitsverantwortlichen der beteiligten Vereine sowie der Polizei Dortmund und der Bundespolizei zusammen. Am Sonntag werden mehr als 60.000 Zuschauer in der ausverkauften Arena erwartet.

Foto: NBM

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