Stadt weist Kritik zurück

Die Bauarbeiten am Busbahnhof in Buer gehen voran. Karl Henke, Bezirksverordneter der Grünen, sind bei einem Spaziergang über die Baustelle neulich allerdings einige Mängel aufgefallen, über die er sich in einem offenen Brief an Stadtbaurat Martin Harter beschwert. Die Stadt hat bereits auf die Beschwerden Henkes reagiert.

Vor allem beim Thema Barrierefreiheit sind dem Bezirksverordneten einige Mängel aufgefallen – so etwa bei der Treppenanlage. „Die Stufen sind sehr hoch“, so Henke. „Das ist für mich alles andere als barrierefrei.“ Viel schlimmer findet er aber die drei eingebauten Sitzelemente. „Hier sind doch die Stürze vorprogrammiert“, findet der Lokalpolitiker.

Auch die Absenkungen am Bahnsteig stoßen bei Karl Henke auf Kritik. „Von der De-la-Chevallerie-Straße kommend, findet der Reisende Absenkungen, die diesen Begriff auch verdienen“, schreibt der Grünen-Politiker. „Dann aber findet auf der gesamten Länge keine Absenkung mehr statt.“ Menschen mit einem Rollator bräuchten Helfer, wenn sie diese Einstiege verpassten, so Henke.

Bei der Stadt Gelsenkirchen zeigte man sich „verwundert“ und weist die Kritik zurück. Die Pläne für den Busbahnhof seien zuvor mit der Arbeitsgemeinschaft „Barrierefreies Planen und Bauen“ abgestimmt worden. „Die einzelnen Stufen der Treppenanlage sind etwa 14 cm hoch“, heißt es in einer Stellungnahme der Stadt. Dies entspreche den gültigen Richtlinien und sei auch insbesondere in Hinblick auf den Auftritt (Tiefe der Stufen) von 37 cm als eine durchaus komfortable Tritthöhe/-weite einzustufen. „Insgesamt sind in der Anlage drei Sitzelemente als Blockpodeste integriert. Um die Sturzgefahr am Ende der Treppe zu reduzieren, wird die Treppe mit einer Sitzblockstufe abgeschlossen“, heißt es weiter. Bei Podesten sei erst mit einer Absturzhöhe von mehr als einem Meter ein Geländer erforderlich. „Dies ist bei den vorhandenen Sitzstufen nicht der Fall. Eine weitere Absturzsicherung ist daher nicht vorgesehen.“

Die Ampelanlagen und Querungen über die De-la-Chevallerie-Straße würden alle neu errichtet und barrierefrei ausgestaltet. Von hier erfolgten die barrierefreien Zugänge sowohl zur Straßenbahnhaltestelle der 302 als auch zu den großen Bushaltestelleninseln, schreibt die Stadt weiter. „In Höhe des Rathauses Buer wird ein neuer, signalgesicherter Zugang zur Straßenbahnhaltestelle eingerichtet. Der Weg über die Haltestelleninsel bis zum neuen Goldbergpark ist ebenfalls abgesenkt und mit taktilen Leiteinrichtungen ausgestaltet“, heißt es in der Erwiderung. Ferner befänden sich am östlichen Ende der Haltestelleninsel barrierefrei ausgestaltete Querungsmöglichkeiten nach Osten und nach Norden.

Foto: K. Henke

« Vorherige Seite

Kommentare

Um Kommentare zu schreiben, bitte einloggen oder bei www.buer-total.de anmelden.