Stipendienrekord an Westfälischer Hochschule

Für die Westfälische Hochschule ist das ein Rekord: 106 Studierende erhalten für das laufende Studienjahr ein „Deutschlandstipendium“. Noch nie seit Beginn des seit 2009 laufenden Stipendienprogrammes wurden so viele leistungsstarke und talentierte Studierende und Studienanfängerinnen gefördert. Die Ausgabe der Förderurkunden an die Stipendiaten verknüpfte die Hochschule mit einer Feier auf ihrem Campus Gelsenkirchen.

Hochschulpräsident Prof. Dr. Bernd Kriegesmann lobte die Stipendiaten bei der Urkundenfeier für ihre Leistungsstärke, die sie zu Stipendiaten machte und ermunterte sie, sich ihren Chancenpool, der sich aus Studium mit Stipendium ergibt, zu erschließen. Gleichzeitig forderte er sie auf, sich im Gegenzug auch gesellschaftlich zu engagieren und Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen.

Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski betonte, das Deutschlandstipendium komme schon vom Namen her fast „staatstragend“ daher, es sei der Hochschule aber gelungen, mit ihren Scouts die Hemmschwelle zur Stipendienbewerbung zu senken und so viele Talente aus der Region erfolgreich in die Förderung zu vermitteln. Zugleich musste die Hochschule genügend Förderer finden, die bereit sind, in den regionalen Nachwuchs und damit in die Region zu investieren.

Bei einer Gesprächsrunde erläuterten sowohl langjährige Förderer wie die Evonik-Stiftung als auch neue Unterstützer des Programms wie die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG (Bogestra) ihre Motivation, junge Menschen nachhaltig zu unterstützen. Die Evonik-Stiftung, so Stiftungsvertreter Michael Siemers, bündele das gesellschaftliche Engagement von Evonik: „Mit Überzeugung stützen wir junge Menschen, die sich durch gute Studienleistungen, aber auch durch persönliches gesellschaftliches Engagement auszeichnen“, sagte er.

Ähnlich formulierte es Uwe Misiok, bei der Bogestra Fachbereichsleiter für Personal und Bildung: „Wir sind mit der Region verwurzelt, und die Zukunft des öffentlichen Personennahverkehrs ist uns wichtig. Wir sehen es als gesellschaftliche Verpflichtung, einen Beitrag zu leisten, um zukünftige Potenzialträger und -trägerinnen in unserer Region zu unterstützen.“

Die Stipendiaten berichteten, wie ihnen das Stipendium dabei hilft, konzentriert und erfolgreich zu studieren. Julia Böhm (Kommunikationsmanagement) betonte etwa, dass die finanzielle Hilfe sie davor bewahre, kontinuierlich nebenher arbeiten gehen zu müssen: „Gerade vor und in Klausurphasen kann ich mich jetzt besser aufs Studium konzentrieren.“

In einem Team-Quiz konnten Förderer und Stipendiaten anschließend gemeinsam beweisen, wie viel sie über die Hochschule und deren Standorte wissen.

Das Deutschlandstipendium fördert Studierende mit 300 Euro monatlich zur freien Verfügung. Davon kommt die Hälfte der Summe vom Bundesbildungsministerium, die andere Hälfte wird von privaten Geldgebern gespendet. Diese setzen sich aus Fördervereinen, Unternehmen, Klubs und Stiftungen der Emscher-Lippe-Region und des Westmünsterlands sowie aus Privatpersonen und Firmengruppen außerhalb der Hochschulstandorte zusammen. Neben dem Geld gibt es für die Stipendiaten ein besonderes Begleitprogramm an der Hochschule.

Foto: WH

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