Werkverein feiert Jubiläum

Am Sonntag findet ab 9.30 Uhr das Sommerfest des Werkverein Gelsenkirchen e.V. an der Braukämperstraße 100 statt, das in diesem Jahr ganz besonders unter dem Zeichen des 50-jährigen Jubiläums steht.

Dieses Jahr ist ein ganz besonderes Jahr für den Werkverein und seine Gesellschaften Gelsenkirchener Werkstätten und Lebenswelt Gabriel. Getreu dem Motto „Spuren hinterlassen“ findet im Rahmen des traditionellen, inklusiven Gottesdienstes, der um 9.45 Uhr beginnt, erstmals ein Tanztheater von Menschen mit Unterstützungsbedarf statt und soll ganz besondere Spuren hinterlassen.

1965 hatten zwei Mütter von Jugendlichen mit geistiger Behinderung im Keller des Gemeindehauses Ückendorf eine Spiel- und Bastelgruppe eingerichtet, eine ehrenamtliche Selbsthilfegruppe. Schon bald nahmen zehn Menschen mit Behinderung daran teil. Daraus entwickelte sich der Wunsch nach einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Am 8. Mai 1967 wurde deshalb der „Werkverein Gelsenkirchen e. V.“ gegründet und die alte Lochkartenstelle der Zeche Graf Bismarck angemietet, wo die erste Werkstatt eröffnet wurde. In zwei Räumen betreuten drei Mitarbeitende elf Jugendliche mit geistiger Behinderung.

„Der Werkverein und seine Einrichtungen haben in den letzten 50 Jahren sicherlich zahlreiche Spuren hinterlassen. Ganz entscheidend ist, dass sich hier ein großes, stabiles Unternehmen mit sicheren Arbeitsplätzen entwickelt hat. Nicht selbstverständlich: Unsere Menschen mit und ohne Unterstützungsbedarf kommen gern zur Arbeit – und das nahezu jeden Tag. Auch das wollen wir am Sonntag gemeinsam feiern“, sagt der Geschäftsführer Sebastian Schwager. Auch Kirchen- und Stadtprominenz hat sich angekündigt: Superintendent Heiner Montanus und Oberbürgermeister Frank Baranowski sind am Sonntagmorgen im Gottesdienst zu Gast und werden ein Grußwort sprechen.

Der Werkverein verspricht für das anschließende Sommerfest ein attraktives Bühnenprogramm mit Olaf Henning und Chris Alexandros als gesangliche sowie Rüdiger Abramczik, Klaus Fischer und Schalke-Maskottchen „Ährwin“ als sportliche Highlights. Außerdem gibt es eine Hüpfburg, eine bunte Ballonaktion und eine Hundeshow. Wo der Werkverein in den letzten 50 Jahren Spuren hinterlassen hat, lässt sich in einer historischen Fotozeitreise nachempfinden und in einer Festschrift nachblättern.

Der Werkverein betreibt die Gesellschaften Gelsenkirchener Werkstätten für angepasste Arbeit gGmbH und Lebenswelt Gabriel gGmbH. In den Einrichtungen des Werkvereins arbeiten 850 Menschen mit und ohne Behinderung.

Foto: Werkverein

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