An den BVB statt an Europa denken

Von Frank Leszinski

Die Pause haben sich die Kicker der „Königsblauen“ erst recht nach dem 1:0-Sieg in Mainz redlich verdient: Nach 14 Pflichtspielen innerhalb von 42 Tagen dürfen sie jetzt zumindest auf Vereinsebene ein bisschen durchschnaufen. Die nächste Partie steht erst am 1. April auf dem Programm. Die hat es allerdings in sich: Dann kommt Borussia Dortmund zum Revier-Derby in die Arena.

Und nur darauf will S04-Manager Heidel die Konzentration der Mannschaft gelenkt wissen. Angesprochen auf die nun wieder realistische Europapokal-Qualifikation sagte Heidel in Mainz: „Wir träumen nicht von Europa. Wir denken nur an Borussia Dortmund...“

Das Derby bildet den Auftakt für weitere drei „englische Wochen“ in Folge. Zunächst in der Bundesliga mit den Partien in Bremen (4.4.) und gegen Wolfsburg (8.4.). Es folgt das Viertelfinal-Hinspiel in Amsterdam (13.4.), die Bundesliga-Partie in Darmstadt (16.4.), das Rückspiel gegen Amsterdam (20.4.) sowie das Heimspiel gegen RB Leipzig (23.4.).

Für viele Schalker Nationalspieler geht der Terminstress in dieser und der nächsten Woche jedoch mit Länderspielen weiter. Fest stehen bisher die Nominierungen von Benedikt Höwedes (mit Deutschland), Guido Burgstaller und Alessandro Schöpf (mit Österreich), Sead Kolasinac (mit Bosnien), Yevhen Konoplyanka mit Ukraine) und Eric Maxim Choupo-Moting (mit Kamerun) sowie für Leon Goretzka und Max Meyer (beide mit deutscher U 21). Noch offen ist, ob Nabil Bentaleb (Algerien) und Matija Nastasic (Serbien) von ihren Ländern angefordert werden.

Es wird in den nächsten Tagen also nur ein kleiner Kreis unter Trainer Markus Weinzierl trainieren. Nicht mit dabei wird auch Phil Neumann sein. Der Jungprofi hat sich im Regionalliga-Team bei der 1:2-Heimschlappe gegen Wiedenbrück einen Außenbandriss im rechten Sprunggelenk zugezogen. Er wird rund sechs Wochen ausfallen. Neumann sollte für die U 20 zum Einsatz kommen.

Die Länderspielpause nutzt Schalke am 23. März (18.30 Uhr) zu einem Benefizspiel bei Hannover 96. Auf Initiative von Schalkes Hauptsponsor Gazprom kommen alle Einnahmen aus der Begegnung einem sozialen Projekt zugute. Mit dem Erlös des Spiels werden Bolzplätze im Hannoveraner Stadtgebiet instand gesetzt, sodass junge Freizeitfußballer dort wieder spielen können.

Stichwort Hannover 96: Bis zum Sonntagabend gab es Gerüchte, Daniel Stendel könne als Trainer der Niedersachsen abgelöst werden. Einer der potenziellen Nachfolge-Kandidaten: Andre Breitenreiter, in der vorigen Saison noch Trainer des FC Schalke 04. Breitenreiters Name fiel auch deshalb so häufig, weil Horst Heldt mittlerweile Manager bei Hannover 96 ist. Der hatte Breitenreiter damals von Paderborn nach Schalke geholt, beurlaubt wurde Breitenreiter schließlich von Heldts Nachfolger Christian Heidel. Der hatte bis Sonntagabend übrigens noch keine Anfrage für Breitenreiter aus Hannover vorliegen – der Weg muss über Schalke führen, weil Breitenreiter bei den Königsblauen noch einen Vertrag bis zum Saisonende hat. Dieser Vertrag müsste erst aufgelöst werden.

Foto: NBM

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