Coke fühlt sich wieder bei 100 Prozent

Von Frank Leszinski

Coke schmunzelte, als er am Mittwoch nach dem Training von den Journalisten auf den kleinen Riss in seinem Trikot angesprochen wurde. Den Verursacher konnte der Spanier nicht nennen. „Keine Ahnung. Das kann im Zweikampf schon mal passieren“, sagte der Routinier, der in seine zweite Schalke-Saison geht, die ganz anders verlaufen soll als die erste.

Denn die Spielzeit 2016/2017 hatte noch gar nicht begonnen, als der dreifache Europa-League-Gewinner mit dem FC Sevilla auch schon außer Gefecht war. Eine Kreuzbandverletzung im Knie, zugezogen im Trainingslager in Mittersill, setzte den 31-Jährigen über viele Monate außer Gefecht.

Doch mittlerweile ist die Leidenszeit für den Spanier vorbei. „Ich fühle mich wieder bei 100 Prozent“, freute sich Coke. Das Knie bereitet ihm keine Probleme mehr, er ist voll belastbar. Wer ihn im Training genauer beobachtet, der sieht einen Spieler, der sehr austrainiert und hoch motiviert wirkt. Coke will beweisen, dass er viel mehr kann, als er bisher zeigen konnte.

„Wir sind nach der harten Vorbereitung noch nicht auf dem höchsten Leistungsniveau, aber sicherlich fit für den Saisonstart“, glaubt der Spanier, der dem ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal beim Regionalligisten Dynamo Berlin bereits entgegen fiebert. „Wir müssen in diese 90 Minuten gehen, als wäre es ein Finale“, forderte Coke.

Sein Optimismus vor der neuen Spielzeit ist groß. Das Erreichen des DFB-Pokalfinales hält er ebenso für möglich wie die Rückkehr mit Schalke auf die internationale Fußball-Bühne. „Beides ist drin“, so der Routinier.

Im von Trainer Domenico Tedesco favorisierten 3-4-3-System nimmt Coke eine offensivere Rolle ein, weniger in der defensiven Dreierkette, sondern vielmehr davor rechts spielend in der Viererreihe. Für den Spanier kein Problem, der schon in Sevilla über viele Jahre seine Vielseitigkeit unter Beweis stellte.

Einen niedergeschlagenen Eindruck machte dagegen in den letzten Trainingstagen Felix Platte. Denn der U21-Nationalspieler gehört neben Sidney Sam und Donis Avdijaj zu denjenigen Akteuren, mit denen Schalke nicht mehr plant. Am Mittwoch lief Platte nur eine Viertelstunde auf dem Trainingsplatz und verschwand dann wegen leichter Kniebeschwerden in der Kabine. Der an Darmstadt ausgeliehene Stürmer hatte sich seine Rückkehr zu den Königsblauen sicherlich ganz anders vorgestellt.

Momentan gibt es viele Gespräche mit den Beratern des genannten Trios, um Lösungen zu finden. „Noch bleibt bis zum 31. August Zeit. Es ist legitim, dass die betreffenden Spieler ihre Möglichkeiten ausloten wollen“, sagte Schalkes Sportdirektor Axel Schuster.

Jung-Profi Haji Wright ist auch auf der Suche nach einem neuen Klub. Der Stürmer soll jedoch nur ausgeliehen werden. Für ihn gibt es eine Menge Interessenten. Schuster: „Es muss aber ein Verein sein, wo er große Chancen besitzt, Spielpraxis zu sammeln. Alles andere macht keinen Sinn.“

Foto: NBM

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