"Das 1:1 muss ich machen"

Es war die größte Schalker Chance des Spiels: Als Julian Draxler unmittelbar nach dem 0:1 fünf Meter vor Iker Casillas auftauchte, hatten die Schalker Fans den Torschrei gegen Real Madrid schon auf den Lippen. Doch Draxler scheiterte und räumte hinterher selbstkritisch ein: „Das 1:1 muss ich machen. Aus dieser Entfernung muss der Ball rein.“
Doch es war nicht der Abend des Nationalspielers. Über weite Strecken lief die Partie an Draxler vorbei. Trainer Keller wollte den 20-Jährigen nach einer Stunde auswechseln, doch weil Boateng eine Verletzung signalisierte, spielte Draxler 90 Minuten durch.

Dabei bewies sein Auftritt, dass er noch weit von seiner Bestform entfernt ist. Keller schenkte ihm dennoch das Vertrauen, was nach seiner letzten Verletzungspause offensichtlich zu früh war. Vor dem Madridspiel war Draxler gegen Mainz nur 25 Minuten zum Einsatz gekommen.
Dennoch verteidigte Manager Horst Heldt die Personalentscheidung von Trainer Keller. „Jule ist fit, aber ihm fehlt die Spielpraxis. Er muss seinen Rhythmus finden. Deshalb haben ihm die 90 Minuten trotz des enttäuschenden Verlaufs gut getan. Das ist wie beim Hamsterrad“, sagte Heldt.
In der aktuellen Verfassung ist Draxler jedoch keine Hilfe für seine Mannschaft. „Der Klassenunterschied war deutlich. Wir brauchen nicht mehr vom Weiterkommen zu sprechen. Wir haben jetzt in der Bundesliga wichtige Spiele vor uns”, betonte der 20-Jährige sichtlich zerknirscht. Bisher ist es keine gute Saison für den Nationalspieler. Die erste schwere Verletzung seiner Karriere (Sehnenanriss im Oberschenkel) hat ihren Teil dazu beigetragen, dass Draxler seiner Bestform noch weit hinterherläuft.

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