Heintz ist ein Kandidat für Schalke

Den Unterschied zwischen Europa League und Champions League brachte Christian Heidel kürzlich so auf den Punkt: „Eine Europa-League-Teilnahme verändert einen Klub nicht, die Champions League hat dagegen erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen. Deswegen will ja auch jeder dahin.“

Sollten die Blau-Weißen die Qualifikation für die Königsklasse schaffen, hätte Schalkes Sportvorstand einen ganz anderen finanziellen Spielraum, um den Kader zu verstärken, und zwar qualitativ und quantitativ. Aktuell umfasst der Schalker Kader nur 25 Spieler, von denen drei - Torhüter Michael Langer, Verteidiger Sascha Riether und Stürmer Bernhard Tekpetey - nur ganz geringe Chancen auf Bundesligaeinsätze besitzen. Im Falle einer Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb schweben Heidel und Trainer Domenico Tedesco eine Kaderzahl von rund 28 Akteuren vor.

 

 

Was die Schalker Transferpolitik betrifft, geht Schalke zweigleisig vor. Einerseits halten die Gelsenkirchener Ausschau nach Talenten, denen zugetraut wird, in der Bundesliga Fuß zu fassen. Denn Tedesco hat bereits in seinem ersten Schalke-Jahr bewiesen, dass er Spieler besser machen kann. Die „Bild“ nannte bereits einige Kandidaten, die Schalke im Auge habe, wie die drei Nürnberger Spieler Eduard Löwen (21), Tim Leibold (24), und Kevin Möhwald (24), Stürmer Steven Skrzybski (25, Union Berlin) ) und Dresdens Verteidiger Niklas Hauptmann (21), der ein Schalker Interesse allerdings bereits dementierte. Möhwald wird wohl zu Werder Bremen wechseln.

Andererseits sucht Schalke natürlich auch Spieler, die schon über Bundesligaerfahrung verfügen. Ein Kandidat ist nach Informationen von Buer-Total der Kölner Dominique Heintz. Der Innenverteidiger steht beim 1. FC Köln zwar noch bis zum 30. Juni 2021 unter Vertrag und hat Abwanderungspläne bisher vehement dementiert, aber im Fall eines Abstiegs der „Geißböcke“ könnte er sein Bleiben in Köln überdenken. Hinzu kommt, dass Heintz eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag haben soll. Angeblich kann er im Falle des Kölner Abstiegs für zehn Millionen Euro den Verein verlassen.

Der Innenverteidiger steht auch deshalb im Schalker Fokus, weil es bei Matija Nastasic immer wieder Wechselgerüchte gibt. Der Vertrag des Serben läuft am 30. Juni 2019 aus. Auch Nastasic hat eine Ausstiegsklausel und könnte bei einer erfolgreichen WM-Teilnahme mit Serbien zu einem begehrten Spieler bei großen Top-Klubs werden.

Interesse sollen die Königsblauen laut „Bild“ auch an HSV-Stürmer Nikolai Müller haben. Der Vertrag des zweifachen Nationalspielers läuft zum Ende der Saison aus. Er könnte also ablösefrei wechseln. Hinzu kommt: Müller und Schalke-Manager Christian Heidel kennen sich noch aus gemeinsamen Zeiten in Mainz (2011 bis 2014).

Vor wenigen Wochen schien Müller mit den Hamburgern schon handelseinig zu sein. Doch der Aufsichtsrat des Bundesligisten stoppte die geplante Vertragsverlängerung wegen einer schweren Kreuzbandverletzung, die Müller sich bereits am ersten Spieltag zugezogen hatte.

Eines seiner größten Talente aus den eigenen Reihen hat Schalke kürzlich mit einem neuen Vertrag ausgestattet. Ahmet Kutucu, der am Sonntag zwei Tore zum 4:2-Derbyerfolg gegen Borussia Dortmund beisteuerte, hat einen neuen Vertrag bis 2020 unterschrieben.

 

Heute wird um 10.30 Uhr (auf dem Platz) und 15 Uhr (nicht auf dem Platz) trainiert.

Foto: NBM

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