Kommentar: Ein gutes Signal

Von Norbert Neubaum

Wenn die Zusammenarbeit mit der Stadt nicht so lief, wie sich Rudi Assauer das vorgestellt hatte, drohte Schalkes Manager-Legende ganz gerne mal, „dass wir mit Schalke 04 dann eben von Gelsenkirchen wegziehen“.

Diesen Weg hat sich der Verein nun verbaut – im wahrsten Sinne des Wortes.

Denn spätestens mit der Realisierung des Bau-Projektes „Berger Feld II“ wird Schalke nicht nur emotional, sondern auch wirtschaftlich eine der wichtigsten Säulen, dazu noch fest verwurzelt, auf dem Stadt-Fundament. Dass der FC Schalke 04, bei Kredit-Instituten nicht immer hoch im Kurs stehend, nach dem Bau der Arena nun auch für „Berger Feld II“ im großen Stil kreditwürdig ist, spricht für Schalke – der Verein hat in den letzten Jahren seine Hausaufgaben gemacht.

Zumal die immense Investition in Steine, gerade in der aktuellen Niedrigzins-Phase, relativ überschaubar ist: Gestreckt auf 15 Jahre wird Schalke pro Jahr gut vier Millionen Euro zurückzahlen müssen. Zum Vergleich: Das wäre nicht mal ein Max-Meyer-Jahresgehalt gewesen ...

Schafft es demnächst aus der frisch „renovierten“ Knappenschmiede auch nur ein Spieler wieder in die Profi-Abteilung, hätte das Projekt „Berger Feld“ schon Rendite abgeworfen. Losgelöst davon bekennt sich Schalke mit der eigenen „Stadt in der Stadt“ zu Gelsenkirchen. Alleine das – Stichwort neue Arbeitsplätze – ist ein gutes Signal.

Foto: NBM

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