McKennie glaubt fest an den Klassenerhalt

Von Frank Leszinski

Schalke 04 steckt im Abstiegskampf – für Weston McKennie ist das eine völlig neue Erfahrung. Trotz der prekären Situation machte der 20-Jährige am Dienstag einen lockeren Eindruck, als er vor die Journalisten trat. McKennie hielt ein Plädoyer an seine Mitspieler, sich auf das Wesentliche, nämlich das Auftreten auf dem Fußballplatz, zu konzentrieren.

„Jeder weiß, in welcher Situation wir stecken. Unsere Lage ist nicht einfach. Wir kommen da nur gemeinsam raus“, betonte der Youngster, der am Samstag hofft, im wichtigen Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim, wieder zum Kader der Königsblauen zu gehören. Denn McKennie war wegen einer Kapselverletzung rund zweieinhalb Wochen ausgefallen. Eigentlich hatten die Mediziner mit einer längeren Zwangspause gerechnet, doch der junge Amerikaner kämpfte verbissen um ein schnelles Comeback.

Seine Mannschaft kann ihn dringend brauchen. Denn seine aggressive Spielweise im Zentrum ist ein Stilmittel, das Schalke im Abstiegskampf dringend benötigt. Andere Mittelfeldspieler wie Sebastian Rudy oder Omar Mascarell erscheinen zu lieb, um den Königsblauen in engen Spielen die notwendigen Impulse geben zu können.

Nach dem Trainerwechsel von Domenico Tedesco zu Huub Stevens hat McKennie einige Veränderungen festgestellt. „Wir arbeiten etwas härter und haben längere Trainingseinheiten. Außerdem haben wir unseren Spielstil etwas verändert und versuchen den Ball länger in den eigenen Reihen zu halten“, so der Mittelfeldspieler, der sich in seinem zweiten Profijahr positiv entwickelt hat.

Und zwar so gut, dass McKennie längst bei anderen Vereinen auf dem Zettel stehen soll. Doch davon will der 20-Jährige (noch) nichts wissen. Er konzentriert sich nach eigenen Worten zurzeit nur auf den FC Schalke 04. „Ich beschäftige mich nicht mit anderen Klubs. Mein Fokus liegt auf Schalke, ich will, dass der Verein auch in der nächsten Saison in der Bundesliga spielt“, betonte McKennie, der fest daran glaubt, dieses Ziel auch zu erreichen.

Doch selbst die sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz sind für Schalke in der aktuellen Verfassung kein Ruhekissen. Eine bessere Chancenauswertung sieht McKennie als vordringlich an, um die Abstiegsregion zu verlassen. Dafür müsste sich Schalke aber Möglichkeiten erspielen als in den vergangenen Partien.

Dazu will der junge Amerikaner im Saisonendspurt beitragen. Er hat mit zwei Toren und sechs Torvorlagen in dieser Spielzeit eine ordentliche Quote. Aber auch für ihn gilt: Er hat noch Luft nach oben.

Foto: NBM

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