Neue Sorgen um Bentaleb

Von Frank Leszinski

Nach der Schalker Vormittagseinheit gab es eine kurze Umarmung zwischen Domenico Tedesco und Yevhen Konoplyanka. Diese Geste symbolisierte wohl auch ein Stück Erleichterung beim Schalker Trainer, denn der ukrainische Stürmer war zuvor im Rasen hängen geblieben. Doch nach kurzer Behandlungspause ging es für „Kono“ weiter.

Zur Freude von Tedesco, der allein schon wegen des kleinen Kaders keine neuen verletzten Spieler gebrauchen kann. Denn bei zwei Stammkräften ist weiterhin ungewiss, wann sie wieder zur Verfügung stehen.

Neue Sorgen gibt es bei Nabil Bentaleb. „Seine Schambeinverletzung ist wieder aufgebrochen. Deshalb ist der vorzeitig von der algerischen Nationalmannschaft abgereist“, sagte Tedesco nach dem Training am Dienstag. Wann der Mittelfeldspieler wieder trainieren kann, ist offen. „Bei dieser Art der Verletzung ist es ganz schwer, eine Prognose abzugeben“, erläuterte der Schalker Trainer. Mario Götze (Borussia Dortmund) oder Arjen Robben (Bayern München) hatten wegen einer Schambeinentzündung viele Monate pausieren müssen.

Die Königsblauen hoffen natürlich, dass es bei Bentaleb nicht so lange dauert. Bereits beim 1:0-Erfolg in Freiburg blieb dem Mittelfeldspieler nur ein Platz auf der Ersatzbank. Bentaleb kam in dieser Saison bisher in sechs Ligaspielen zum Einsatz, dabei gelangen ihm drei Tore.

Gerade im Mittelfeld droht den Blau-Weißen im Heimspiel gegen den Hamburger SV (So. 15.30 Uhr) ein kreativer Engpass. Denn auch hinter dem Einsatz von Leon Goretzka steht wegen einer knöchernen Stressreaktion im Unterschenkel noch ein großes Fragezeichen. Eine weitere MRT-Untersuchung hat zwar ergeben, dass Goretzka auf dem Weg der Besserung ist, doch der 22-Jährige muss sich weiterhin mit Fahrradfahren sowie Kraft- und Koordinationstraining begnügen. In den nächsten Tagen soll die Belastung gesteigert werden, aber Tedesco bleibt vorsichtig: „Wenn Leon am Freitag nicht auf dem Platz steht, macht es keinen Sinn, ihn für die Partie gegen den Hamburger SV einzuplanen.“

In diesem Spiel möchte Franco Di Santo endlich sein erstes Bundesligator in der laufenden Saison erzielen. „Ich würde am liebsten in jedem Spiel treffen. Aber ich gebe alles für die Mannschaft und den Erfolg. Wenn wir dann am Ende gewinnen und ich nicht treffe, ist auch alles in Ordnung“, sagte der Argentinier.

Das Spielverständnis mit Guido Burgstaller in der Offensive klappe ordentlich. „Wenn wir rennen müssen, rennen wir. Wenn wir verteidigen müssen, verteidigen wir. Im Moment läuft es ganz gut“, so Di Santo. Das soll am Sonntag auch der Hamburger SV zu spüren bekommen.

Foto: NBM

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