Nübel lässt Schalke "nicht zappeln"

Von Frank Leszinski

Sein 24. Bundesligaspiel wird für Alexander Nübel ein ganz besonderes: Die Rückkehr in seine „absolute Heimat“ (O-Ton-Nübel) erfüllt den Torhüter des FC Schalke 04 mit besonderer Vorfreude, aber auch mit einer gewissen Anspannung. Denn beim SC Paderborn erhielt er seine fußballerische Grundausbildung. In Ostwestfalen lebt seine Familie, hat er immer noch viele Freude und Bekannte.

Diese werden am Sonntag alle in der Benteler-Arena sein, wenn es um Bundesligapunkte geht. „Ich fahre oft nach Hause“, erzählte Nübel am Dienstag. Er ist heimatverbunden und hat sich in der Sommerpause auch schon mal ein Testspiel seines früheren Klubs angeschaut. In der Saison 2014/2015 stand der damals 18-Jährige bereits im Bundesligakader, bevor er nach dem Abstieg zusammen mit Chefcoach André Breitenreiter und Torwarttrainer Simon Henzler zu den Königsblauen wechselte.

„In der Zweiten Liga habe ich Paderborn gern gesehen. Aber jetzt sind sie unser Konkurrent. Die Mannschaft lebt von der Mentalität“, warnt Nübel seine Mitspieler davor, den Aufsteiger auf die leichte Schulter zu nehmen.

Während die nächsten Bundesliga-Partien bis zum 13. Spieltag mittlerweile zeitgenau terminiert sind und jeder Fußball-Fan weiß, woran er ist, gibt es um die Zukunft des Schalker Torhüters weiterhin ein großes Fragezeichen. Bleibt er oder geht er – das ist die Frage.

Nübel gibt sich bei Fragen nach seiner Zukunft entspannt. „Es ist noch keine Entscheidung gefallen. Das ist keine einfache Entscheidung für mich. Ich bin dankbar, dass der Verein mir die Zeit lässt und mir kein Limit gesetzt hat. Diese Zeit nehme ich mir“, kommentierte der 22-Jährige. Kritik aus Fan-Kreisen an seiner zögerlichen Haltung hält Nübel für ungerechtfertigt: „Ich lasse den Verein nicht zappeln.“

Welche Kriterien erfüllt sein müssen, damit der Torhüter Schalke erhalten bleibt, mochte dieser nicht verraten. „Da spielen sehr viele, auch persönliche Dinge eine Rolle“, so der Schlussmann, dem angeblich ein neues Arbeitspapier mit einer Laufzeit bis 2023 sowie einer kräftigen Gehaltserhöhung vorsieht.

Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider hat zuletzt zwar verlauten lassen, dass Nübel sich auch bis Mai 2020 Zeit nehmen könne, wenn seine Entscheidung dann pro Schalke ausfalle, doch das ist schwer vorstellbar, weil die Königsblauen vorzeitig Planungssicherheit brauchen.

Foto: NBM

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