Nur Höwedes hat Grund zur Freude

Schalke blamiert sich beim 0:1 in Oberhausen

von Frank Leszinski

OBERHAUSEN. Die gute Nachricht zuerst: Benedikt Höwedes hat beim letzten Schalker Test vor dem Bundesliga-Rückrundenstart beim Hamburger SV ein gutes Comeback gefeiert. In Oberhausen spielte der Mannschafts-Kapitän 45 Minuten durch und hätte per Kopf fast sogar ein Tor erzielt.

Das war aber auch schon alles, was man nach der peinlichen 0:1 (0:0)-Schlappe aus Schalker Sicht positives über diese 90 Minuten sagen konnte. Trainer Jens Keller machte zwar deutlich, dass er sich über jede Niederlage ärgert, warb allerdings auch um etwas Verständnis: „Wir sind hauptsächlich mit einer Elf aus Jugend- und Regionalligaspielern aufgelaufen, um Spielpraxis zu sammeln.“

Einspruch, Herr Keller: In der Startformation standen sieben Spieler, die beim FC Schalke 04 einen Profivertrag unterschrieben haben. In der zweiten Halbzeit waren es sechs. Deshalb durfte man schon etwas mehr erwarten als dass, was der Bundesligist zustande brachte. Vor allem Spieler wie Santana und Obasi enttäuschten.

Obasi hat zwar eine lange Leidenszeit hinter sich, doch die Zahl seiner Fehlpässe hatte nichts mit seiner physischen Verfassung zu tun, sondern sind wohl auf Konzentrationsschwächen zurückzuführen. Und Santana? Der Brasilianer gibt Rätsel auf. Der Innenverteidiger leistete sich nicht nur viele haarsträubende Fehler, sondern sein ständiges Lamentieren in Richtung Mitspieler und Schiedsrichter wirkt mehr und mehr nervtötend. Dass Santana selbst seine berechtigte Auswechslung auch noch mit eindeutiger Körpersprache, die Enttäuschung und Unverständnis ausdrückte, kommentierte, war mehr als peinlich.

Da machte ein zweikampfstarker Höwedes nach acht Wochen Verletzungspause einen ganz anderen Eindruck. „Diese 45 Minuten taten mir sehr gut. Ich musste zwar etwas pumpen, weil ich nur drei Trainingseinheiten mit dem Ball hatte, aber der Muskel hat gehalten“, sagte der Nationalspieler freudestrahlend. Und auch sein Trainer war zufrieden: „Wenn Benny die nächsten Einheiten gut übersteht, ist er für das HSV-Spiel eine Option.“

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