Positive Zwischenbilanz

Schalkes Nachwuchsdirektor Oliver Ruhnert sucht nach weiteren Spielern für die A-Jugend

Gelsenkirchen. Nach der ersten Serie zieht Oliver Ruhner, Direktor Nachwuchs des FC Schalke 04, eine positive Zwischenbilanz für die Mannschaften der U16 bis U23.

In Regionalliga West steht die Schalker Zweite auf dem vierten Platz. „Damit bleibt unser Saisonziel, unter die ersten fünf Teams zu kommen und beste Zweitvertretung werden noch erreichbar“, sagt Ruhnert. „In einer engen Liga wären wir damit sehr zufrieden. Dafür müssen die Jungs aber noch einiges tun.“ Das Thema Meisterschaft ist aus Schalker Sicht aber bereits abgehakt. Besonders freut sich Ruhnert über die Entwicklung von Robert Leipertz, der sukzessive in den Profikader gerutscht ist und gegen den SC Freiburg am 15. Dezember bereits erstmals im Kader stand. „Das ist eine schöne Geschichte“, sagt er.

Auch für die U19 sind die Saison in der A-Junioren Bundesliga West (3. Platz) sowie die Spiele in Youth League und DFB-Pokal insgesamt sehr zufriedenstellend verlaufen. „Die Mannschaft hatte in der Meisterschaft Anlaufprobleme, die ich so nicht erwartet hatte. Auffällig oft haben wir in der Liga Punkte verschenkt“, sagt Ruhnert. Allerdings seien die A-Junioren durch die starken Auftritte in der Youth League und im DFB-Pokal weiterhin in drei intensiven Wettbewerben vertreten.

„Ich bin nun sehr gespannt, wie es den Jungs gelingen wird, den Spannungsbogen in bald vier Wettbewerben aufrecht zu erhalten. Das wird spannend“, sagt Ruhnert, der weiß, dass die Mannschaft noch verstärkt werden muss. „Wir haben immer wieder Ausfälle, die schwer zu verkraften sind. Die Mannschaft steht ja nicht nur in vier Wettbewerben. 13 von 22 Spielern spielen darüber hinaus auch in internationalen und nationalen Auswahlmannschaften“, betont Ruhnert. Das sei „wahnsinnig brutal“. So kann Trainer Norbert Elgert teilweise nur mit neun Spielern trainieren. Außerdem trainieren U19-Spieler immer wieder bei den Profis mit.

Mit dem derzeit dritten Platz der U17 in der Bundesliga West ist Ruhnert nur bedingt zufrieden. „Das Team hat unterm Strich zu viel Rückstand auf Platz eins“, sagt er. Wer bei Bayer Leverkusen gewinne und den Anschluss eigentlich geschafft habe, dann aber aus den Spielen bei Preußen Münster und Rot-Weiss Essen keinen Zähler hole, müsse sich letztlich ärgern. „Die U17 braucht einfach mehr Typen, die unbedingt wollen und gegen Mannschaften von unten ebenso Gas geben wie gegen die Topteams“, so Ruhnert.

Bei der U16 in der Landesliga (4. Platz) vermisst Ruhnert zuweilen den „totalen Willen“. Wer ständig gegen ältere Gegner spiele, sei jedes Wochenende stark gefordert. „Die Jungs machen das nicht schlecht, und alles ist noch drin – dazu bedarf es aber einer außergewöhnlichen Rückserie“, sagt Ruhner. Die Mannschaft werde sich vorne behaupten und „am Ende vielleicht alle überraschen und noch ganz oben stehen“.

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