Schalke wappnet sich für "heißen Tanz"

Von Frank Leszinski

Vor jedem Schalker Auswärtsspiel gibt die Abteilung Fanbelange den eigenen Anhängern einige nützliche Tipps, wie sie den Spielort erreichen und was sonst noch zu beachten ist. Diesmal ist auf der Schalker Homepage vor dem DFB-Pokalspiel am Montag (18.30 Uhr) beim Regionalligisten BFC Dynamo Berlin zu lesen: „Für die BFC-Fans ist das Duell mit einem großen Verein aus dem Westen Deutschlands zumindest das Spiel des Jahres, dementsprechend ist unter Umständen mit einer aufgeheizten Atmosphäre zu rechnen.“

Diese Formulierung hat Schalke sicherlich nicht ohne Grund gewählt. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat diese Partie sogar zum Sicherheitsspiel erklärt. Das bedeutet: Es wird kein Alkohol im Stadion ausgeschenkt und das neu erarbeitete Sicherheitskonzept sieht vor, dass rund um den Schalke-Block Pufferzonen eingerichtet werden, damit alles friedlich bleibt. Außerdem hat der DFB das Pokalspiel zwischen Hansa Rostock und Hertha BSC extra auf denselben Tag terminiert, weil Schalke und Berliner Fans seit Jahrzehnten als verfeindet gelten.

Das Interesse an dieser Pokalpartie ist trotz des ungünstigen Montagtermins groß. Dynamo Berlin hat bereits rund 12.000 Tickets verkauft. Damit ist ein neuer Zuschauerrekord für den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark seit der Wiedervereinigung so gut wie sicher. Die aktuelle Bestmarke steht bei 10100 Fans beim Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern.

Auch bei der Zuschauerkapazität steht das Thema Sicherheit an erster Stelle. Maximal dürfen nur 16400 Besucher dabei sein in das ansonsten für 19708 Fans zugelassene Stadion. Natürlich träumen die Berliner von einer Pokalsensation. Angelo Vier, der sportliche Leiter des Regionalligisten, bleibt aber realistisch, was die Ausgangsposition betrifft: „Bei uns muss viel passen und Schalke muss einen Scheißtag erwischen.“

Das soll aus Sicht der Königsblauen beim Pflichtspieldebüt von Domenico Tedesco auf der Schalker Trainerbank jedoch Wunschdenken bleiben. Der Bundesligist ist natürlich klarer Favorit.

Nicht mehr zum Schalker Profi-Kader gehört Haji Wright. Der junge Stürmer wechselt auf Leihbasis zum SV Sandhausen. Der 19-Jährige wird bis zum Ende der Saison 2017/2018 für den Zweitligisten aus Baden-Württemberg stürmen. Die Vereinbarung beider Vereine beinhaltet keine Kaufoption.

„Haji ist auf einem sehr guten Weg. Was er jetzt am meisten benötigt, ist Spielpraxis im Profifußball“, sagte Schalkes Sportvorstand Christian Heidel. „In Sandhausen hat er jetzt die Möglichkeit, diese Spielpraxis zu sammeln. Im kommenden Sommer wird Haji dann zu uns zurückkehren und seine Entwicklung bei Schalke 04 fortsetzen.“ Der Vertrag des US-Amerikaners auf Schalke läuft bis zum 30. Juni 2020.

Foto: NBM

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