Tekpetey kehrt aus Paderborn zurück

Von Frank Leszinski

Während die Schalker Profis ihren Urlaub genießen, ist daran für Sportvorstand Jochen Schneider nicht zu denken. Der 48-Jährige muss jede Menge Personalfragen klären. Das betrifft nicht nur die Person des neuen Sportdirektors, sondern vor allem auch den aktuellen Kader.

Denn nach der katastrophalen Saison mit Platz 14 haben die Königsblauen in allen Mannschaftsteilen Bedarf an neuen Spielern. Doch der finanzielle Spielraum ist längst nicht so groß, wie in den vergangenen Jahren. Zwar gibt es Spieler wie Bentaleb oder Mendyl, die Schalke liebend gern transferieren würde, aber diese besitzen noch langfristige und lukrative Verträge.

Nach übereinstimmenden Medienberichten zieht Schalke die Rückkauf-Klausel bei Bernard Tekpetey. Die Ablösesumme liegt bei 2,5 Millionen Euro. Sie erhöhte sich um eine Million, weil Paderborn den Aufstieg in die Bundesliga schaffte. Der 21-Jährige war im Sommer 2018 für 150.000 Euro von den Königsblauen zum SC Paderborn gewechselt, um mehr Spielpraxis zu sammeln. Das gelang in eindrucksvoller Manier. Tekpetey entwickelte sich bei den Ostwestfalen zu einem Leistungsträger. Mit zehn Toren und sechs Vorlagen war er wesentlich am Paderborner Höhenflug beteiligt.

Schalke hat die Rückholaktion noch nicht bestätigt, was wohl damit zusammenhängt, dass noch einige Details geklärt werden müssen und sich Tekpetey momentan auf Mallorca aufhält, wo die Paderborner Aufstiegshelden die Saison feuchtfröhlich ausklingen lassen.

Ebenfalls zu Schalke zurückkehren wird Pablo Insua. Doch der an SD Huesca ausgeliehene Spanier blieb auch in seiner Heimat vom Verletzungspech nicht verschont. Der 25-Jährige zog sich am 9. Februar einen Kreuzbandriss im linken Knie zu. Für die Königsblauen absolvierte der Verteidiger erst ein Bundesligaspiel, dann setzte ihn eine Herzbeutelentzündung außer Gefecht. Zudem ist die Rückkehr von Fabian Reese (Greuther Fürth) per Rückkaufklausel im Gespräch.

Bisher sind als Schalker Abgänge nur Sascha Riether (Karriereende) und Jeffrey Bruma (Leihende) zu verzeichnen. Deshalb dürfte viel Geduld, aber auch Verhandlungsgeschick gefragt sein, bis der Kader verkleinert werden kann.

Foto: NBM

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