Teures Trikot

Als Fußballer, gerade als Verteidiger, sollte man sich mit Mauern auskennen – gemeint sind natürlich die, die bei gegnerischen Freistößen zum Einsatz kommen. Mit einer Mauer ganz anderer Art wurden Schalkes Profis jetzt in China konfrontiert: Wie es sich für eine Reise ins „Reiche der Mitte“ gehört, stand auch ein Besuch der chinesischen Mauer auf dem Programm.

Zwar sorgte dichter Nebel dafür, dass nicht einmal ansatzweise erkennbar wurde, wie lang das Bauwerk ist (wenn man alle Abschnitte zusammenrechnet, kommt man auf eine Länge von rund 21.000 Kilometern) – dennoch nutzten die Profis die Gelegenheit und schossen viele Erinnerungsfotos, auch mit den zahlreich anwesenden Fans. Anschließend unternahm die Mannschaft noch einen Stadtbummel durch Peking.

Doch nur wegen der Sehenswürdigkeiten war der Schalker Tross nicht in der chinesischen Hauptstadt gekommen. Zum einen steht am Mittwoch das zweite Testspiel der Reise auf dem Programm. Um 13.30 Uhr (deutscher Zeit) geht es gegen den chinesischen Erstligisten Hebei China Fortune FC. Der Club aus der Stadt Qinhuangdao hatte in der vergangenen Saison den vierten Platz in Chinas höchster Spielklasse belegt. Der Streamingdienst „DAZN“ überträgt die Partie live.

Zum anderen steht natürlich wie auf der ganzen China-Reise das Thema Marketing im Vordergrund. Nicht zufällig findet die Tour zeitgleich zur Sportmesse „ISPO“ in Peking statt: Schalke und der neue Ausstatter Umbro nutzten die große Bühne, um dort das neue, graue Auswärtstrikot zu präsentieren, das die Mannschaft bereits im Testspiel gegen Southampton (3:3) getragen hatte. Das neue Heim-Trikot will der Verein am Montag, 16. Juli, vorstellen – nach der Rückkehr aus China am Donnerstag dieser Woche.

Gleichzeitig zur ISPO eröffneten die Königsblauen im Pekinger Einkaufszentrum „Joy City Mall“ einen S04-Store, in dem sich chinesische Fans künftig mit Schalke-Kleidung und sonstigen Devotionalien eindecken können. Natürlich kann dort auch das neue Auswärtstrikot erstanden werden – allerdings sorgte der Blick aufs Preisschild für einiges Stirnrunzeln bei kritischen Beobachtern. Denn während der Fan in Deutschland 84,95 Euro (ohne Beflockung) für das Trikot berappen muss, zahlt man in China lediglich umgerechnet knapp 60 Euro für das gleiche Kleidungsstück. „Der Preis-Unterschied zwischen Deutschland und China hat mit den Händler-Magen zu tun, darauf haben wir keinen Einfluss“, rechtfertigt Marketing-Vorstand Alexander Jobst die Differenz. Im Vergleich zum Vorjahr, als Adidas noch der Schalke-Ausstatter war, seien die Trikots ohnehin um neun Euro günstiger.

Für die Fans mindestens genauso wichtig: In dieser Woche beginnt der Ticketverkauf für die ersten fünf Bundesliga-Heimspiele. Am Mittwoch kommen ab neun Uhr zunächst die stimmberechtigten Teilnehmer der Mitgliederversammlung 2018 (ab 18 Jahren) zum Zug. Am Donnerstag sind die übrigen Mitglieder an der Reihe, am Freitag schließlich startet der freie Verkauf. Tickets gibt es online (store.schalke04.de), per Telefon (01806/221904) oder beim Service-Center auf dem Vereinsgelände.

Foto: Schalke 04

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