Tönnies verzichtet für drei Monate auf sein Amt

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Der Schalker Ehrenrat tagte am Dienstagabend mehrere Stunden, dann fiel die Entscheidung: Clemens Tönnies lässt sein Amt für drei Monate ruhen. Danach will er es weiterführen.

 

Rassismus wollte der Ehrenrat dem Aufsichtsratschef nicht vorwerfen – das teilte der Verein am späten Abend nach einer Marathonsitzung des Ehrenrates mit. „Vorzuwerfen ist ihm allerdings, gegen das in der Vereinssatzung und im Leitbild verankerte Diskriminierungsverbot verstoßen zu haben“, heißt es in der Mitteilung. Clemens Tönnies habe diese – insbesondere den Vorsitzenden des Aufsichtsrats treffende – Pflicht verletzt. Den Verstoß habe er in der Sitzung vom Dienstag eingeräumt und ein weiteres Mal sein Bedauern zum Ausdruck gebracht.

Aus diesem Grund will der 63-Jährige sein Amt für drei Monate ruhen lassen. Danach werde er seine Tätigkeit wieder aufnehmen, so Tönnies.

Um 17.21 Uhr war Schalkes starker Mann in Gelsenkirchen vorgefahren. Auf dem Weg vom Auto in die Geschäftsstelle des Vereins wirkte er konzentriert – und ein wenig überrascht, dass so viele Journalisten und Kameras auf ihn warteten.

Die eigentliche Sitzung des Ehrenrates fand in einer Loge im Nordbereich der hermetisch abgeriegelten Arena statt. Um 18.15 Uhr hatten sich die fünf Mitglieder des Ehrenrates dort getroffen, um 18.32 Uhr betrat Clemens Tönnies den Raum. Die Sitzung dauerte mehrere Stunden: Erst um kurz nach 23 Uhr gab Schalke das Ergebnis bekannt.

Foto: NBM

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