Wer kann Tore schießen?

Von Frank Leszinski

Nach dem Pokalaus gegen Bremen sind die Sorgen des FC Schalke 04 noch größer geworden. Denn am Freitag gab es die nächste Hiobsbotschaft.

Der leidgeprüfte Huub Stevens gab zu Protokoll, dass Mark Uth in dieser Saison wohl nicht mehr für die Königsblauen auflaufen kann. „Seine Verletzung ist schwerer als zunächst befürchtet“, so der Schalker Trainer. Uth kam zwar in seinem ersten Schalke-Jahr bisher auf nur vier Tore und drei Torvorlagen in 29 Pflichtspielen, dennoch verschärft das Fehlen des Nationalspielers die Situation im Schalker Angriff vor dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (Sa. 15.30 Uhr/Sky) noch einmal erheblich. Denn auch Uths Sturmkollegen schwächeln.

Breel Embolo: Dem bulligen Angreifer fehlt die Frische und Dynamik, weil er nach langer Verletzungspause nun viele Spiele in kurzer Zeit absolviert hat. Nun steckt Embolo körperlich im Tief, was zwar verständlich ist, aber für Schalke im Abstiegskampf zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt kommt.

Guido Burgstaller: Auch der Österreicher muss nach seiner Zahnoperation erst einmal wieder in den Wettkampfrhythmus kommen. Nach einigen guten Aktionen gegen Bremen ging ihm in der Schlussphase die Puste aus. Für seinen Spielstil braucht Burgstaller eine gute konditionelle Basis, die er aktuell noch nicht wieder besitzt.
Steven Skrzybski: Kam nach dem Trainerwechsel von Domenico Tedesco zu Huub Stevens noch nicht zur Geltung. Nach einer Oberschenkelverletzung ist er zwar wieder im Training, doch mehr als ein Kaderplatz im Heimspiel gegen Frankfurt ist für ihn wohl noch nicht drin.

Ahmed Kutucu: Gegen Frankfurt könnte der junge Stürmer wieder mal in der Schalker Startelf stehen. Er bringt zumindest die Geschwindigkeit mit, um die Frankfurter Abwehr vor Probleme zu stellen.

Cedric Teuchert: Spielte zuletzt auf eigenen Wunsch in der U23. Hatte zuletzt kaum Einsatzchancen und dürfte auch gegen Frankfurt froh sein, wenn er zum Kader gehört.

Die Frankfurter gehören dagegen mit ihrer Offensiv-Power zu den besten Mannschaften der Bundesliga. Stevens sieht nur Möglichkeiten über das Kollektiv, den Gegner zu stoppen. „Wir müssen sie als Mannschaft aufhalten. Haben wir den Ball, müssen wir schnell nach vorne spielen, haben wir ihn nicht, müssen wir schnell als gesamte Mannschaft dahinter kommen. Das muss die Basis sein. Wenn die stimmt und du machst nicht die Fehler, dann hast du gute Chancen“, so der 65-Jährige.

Über die Tabellensituation macht sich Stevens keine Illusionen. „Der Druck bleibt bestehen. So lange du selbst gewinnst, hast du keinen. Wenn du verlierst, steigt der Druck“, sagte der Schalker Trainer.

Auf die Frage, ob er in die Suche nach seinem Nachfolger mit eingebunden sei, antwortete Stevens mit einem Schuss Ironie: „Da bin ich außen vor. Ich arbeite jetzt als Trainer und nicht als Aufsichtsratsmitglied. Das kostet ein wenig Kraft“. Was dem erfahrenen Coach manchmal auch deutlich anzusehen ist. Vor allem dann, wenn Schalke keine Tore schießt.

Foto: NBM

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