Wer spielt neben Goretzka auf der Sechs?

Von Frank Leszinski

Dass Leon Goretzka am Samstag in Berlin mit noch mehr Selbstvertrauen nach seinen starken Länderspielen das Schalker Mittelfeldspiel ankurbeln will, darüber besteht kein Zweifel. Aber welcher Spieler wird ihm von Trainer Domenico Tedesco im zentralen Mittelfeld an die Seite gestellt? Die Antwort steht noch aus, weil Tedesco noch nicht weiß, ob er mit Nabil Bentaleb und Weston McKennie planen kann.

Bentaleb fiel zuletzt wegen einer Schambeinentzündung aus, einer Verletzung, die durchaus ihre Tücken hat, weil von Fall zu Fall schwer abzuschätzen ist, wann sie auskuriert ist. „Da bist du als Trainer besonders auf die Einschätzung des Spielers angewiesen. Er muss das Signal geben, ob er sich wieder völlig fühlt“, so Tedesco.

Bentaleb kehrte zwar am Montag auf den Trainingsplatz zurück, aber er arbeitete noch sehr dosiert. Deshalb ist davon auszugehen, dass der 22-Jährige am Samstag bei der Hertha noch nicht zur Schalker Startformation gehören wird.

Trainingsrückstand hat auch noch Weston McKennie, den ein Muskelfaserriss einige Tage außer Gefecht setzte. Nach den letzten Trainingseindrücken zu urteilen, scheint der US-Boy wieder fit zu sein. Jetzt muss Tedesco entscheiden, ob er McKennie schon wieder zutraut, in Berlin von Anfang an zu spielen. Bisher hielt es der Schalker Trainer so, dass er Spieler, die verletzt waren, nicht sofort wieder zum Einsatz brachte, sondern Stück für Stück aufbaute.

Sollten Bentaleb und McKennie noch nicht so weit sein, könnte Tedesco seine Vielzweckwaffe Thilo Kehrer ins Mittelfeld beordern. Der U21-Europameister genießt bei Tedesco großes Vertrauen. In allen acht Pflichtspielen in dieser Saison kam Kehrer über 90 Minuten zum Einsatz, mal in der Innenverteidigung, mal im defensiven Mittelfeld.

Die Wertschätzung, die Kehrer mittlerweile auf Schalke genießt, wird auch daran deutlich, dass Manager Christian Heidel schon länger bestrebt ist, den 2019 auslaufenden Vertrag des Youngsters vorzeitig zu verlängern. Bisher hat das noch nicht geklappt, weil Kehrer die sportliche Entwicklung auf Schalke abwarten will.

Das gilt nicht mehr für Max Meyer, der Schalke auf Saisonende verlassen will. Meyer zusammen mit Goretzka im zentralen Mittelfeld einzusetzen, wäre zwar eine sehr offensive Ausrichtung, aber nicht ausgeschlossen. Meyer vermittelt in den meisten Trainingseinheiten den Eindruck, dass er unbedingt mehr Einsätze bekommen möchte. „Ich will der Mannschaft noch helfen, eine erfolgreiche Saison zu spielen. Dabei will ich auch selbst in den Blickpunkt rücken“, betonte der 22-Jährige schon vor einiger Zeit.

Ihm sei es eigentlich relativ egal, wo der Trainer ihn aufstelle. Wichtig ist Meyer jedoch, dass er von Anfang an spielt. Bisher stand der viermalige Nationalspieler in dieser Bundesligasaison erst zweimal in der Schalker Startelf.

Trainingszeiten: Am Freitag wird um 14 Uhr trainiert.

Foto: NBM

« Vorherige Seite

Kommentare

Um Kommentare zu schreiben, bitte einloggen oder bei www.buer-total.de anmelden.