Weston trifft im Osten

Zwei Spiele, vier Punkte: Durch einen 1:0 (0:0)-Sieg bei Lokomotive Moskau hat sich Schalke sehr gute Chancen erarbeitet, das Achtelfinale der Champions League zu erreichen. Zumal die bisherigen Gegner FC Porto und Lokomotive Moskau nicht den Eindruck machten, als seien sie in den Rückspielen „unschlagbar“.

Denn die ganz großen Sorgen musste man sich um die in der Bundesliga trotz des 1:0-Sieges gegen Mainz miserabel gestarteten Schalker am Mittwoch abend nicht machen: Die um Abwehrchef Naldo neu formierte Viererkette hatte im strömenden Moskauer Regen nur wenige brenzlige Situationen zu überstehen – die meisten davon zwischen der 27. und 45. Minute. Ein Schuss von Barinov, den S04-Torhüter Ralf Fährmann entschärfen konnte, eröffnete so etwas wie ein Powerplay von Lok. Moskau. Allerdings zeigten die Russen in dieser Phase auch, dass sie trotz ihrer bis zur Halbzeit andauernden Überlegenheit das Offensivspiel nicht gerade erfunden haben. Fairerweise sei aber auch erwähnt, dass auch Schalke die Moskauer Abwehr um Schalkes langjährigen Kult-Kapitän Benedikt Höwedes kaum in Bedrängnis bringen konnte.

Nach dem Seitenwechsel hatte Schalke die Partie dann vollends im Griff. Trainer Domenico Tedesco hatte zur zweiten Hälfte Suat Serdar für den Start-Elf Debütanten Omar Mascarell gebracht, schon zehn Minuten später folgte mit der Herausnahme des erneut enttäuschenden Sebastian Rudy (Nabil Bentaleb kam) der zweite Schalker Wechsel. Das Spiel verlagerte sich nun  immer mehr in die Moskauer Hälfte, eigene Angriffe von Lok blieben meistens schon im Schalker Mittelfeld hängen. Mark Uth hatte in der 71. und 86. Minute die besten Schalker Möglichkeiten, die er allerdings ungenutzt ließ. Als sich auch die 1.000 mitgereisten Schalker Anhänger schon auf ein 0:0 eingestellt hatten, fiel dann doch noch das Schalker Siegtor. Nach einer Ecke von Yevhen Konoplynka erzielte mit Weston McKennie ausgerechnet einer der kleinsten Spieler, die sich im Strafraum aufhielten, den 0:1-Endstand – per Kopf (88.).

Die wichtigsten Erkenntnisse des Spiels außer der nun sehr guten Ausgangsposition:
Schalke spielte zum zweiten Mal hintereinander zu Null.
Schalke spielte wieder ein bisschen den Tedesco-Fußball der Vorsaison. Diszipliniert spielen, knapp gewinnen.
Und Schalkes Standards gehen jetzt wieder auf der „richtigen“ Seite ins Tor – weil Weston im Osten traf. 

Foto: NBM

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