Zwischen Abi-Stress und Profi-Fußball

Von Frank Leszinski

Druck? Nein, den verspüre er nicht, versichert Ahmed Kutucu glaubhaft. Der junge Schalker Stürmer genießt vielmehr jede Minute des Trainings bei den Profis. Dabei muss der 19-Jährige aktuell einen schwierigen Spagat hinbekommen.

Denn erst ab Anfang Mai kann sich der gebürtige Gelsenkirchener ganz auf den Profifußball konzentrieren. Bis dahin heißt es für ihn, in der Gesamtschule Berger Feld für das Abitur zu lernen und gleichzeitig so oft es geht, für den FC Schalke 04 zu trainieren und zu spielen.

In den vergangenen Tagen stand der praktische Teil der Sportprüfung für den Jung-Profi auf dem Programm, darunter auch Leichtathletik-Wettbewerbe wie Kugelstoßen und Weitsprung. „So einfach war das nicht für mich“, erzählte Kutucu, dessen zweites Hauptfach im Abitur Mathematik ist.

Viel rechnen will der Stürmer jedoch nicht, wenn es um den Klassenerhalt in der Bundesliga geht. „Wir wollen es natürlich aus eigener Kraft schaffen. In Hannover peilen wir einen Sieg an“, so Kutucu zuversichtlich.

Er war noch nicht auf der Welt, als Huub Stevens bereits das erste Mal die Königsblauen ab 1996 bis 2002 trainierte. „Ich habe großen Respekt vor unserem neuen Trainer. Er war mir natürlich ein Begriff“, so Kutucu, dessen erster Profivertrag bis zum 30. Juni 2022 läuft.

Der junge Stürmer hofft, auch beim Saisonendspurt auf seine Einsatzzeiten zu kommen. Die Chancen dazu bestehen, denn gerade in der Offensive haben die Königsblauen ihre Probleme. So wartet Trainer Stevens immer noch auf das erste Tor seiner Elf unter seiner Leitung. In zwei Spielen hat das bisher noch nicht geklappt, weder in der Bundesliga (0:1 gegen Leipzig) noch im Testspiel beim FC Sevilla (0:2).

Zudem muss man abwarten, wie sich die Personalsituation entwickelt. So ist zum Beispiel Mittelstürmer Guido Burgstaller nach seiner Zahnoperation am vergangenen Dienstag noch nicht wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Das Training und seine Einsätze hatte der Angreifer nur mit schmerzstillenden Spritzen absolvieren können.

Foto: NBM

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