André Pollmächer verlässt die Schalker Leichtathleten

Die Leichtathletik-Abteilung des FC Schalke 04 wird 2020 ohne eine Reihe von Leistungsträgern auskommen müssen. Und der hauptamtliche Trainer André Pollmächer hat seit dem 1. September bereits ein neues Betätigungsfeld: Der frühere WM-Teilnehmer über 10.000 m ist neuer Stützpunkttrainer in Hannover.

2006 hatte der gebürtige Chemnitzer mit Platz sieben bei den Europameisterschaften in Göteborg seinen größten internationalen Erfolg gefeiert. 2007 wurde André Pollmächer, der seit seinem elften Lebensjahr läuft, 10.000-Meter-Europacup-Sieger. Beim WM-Marathon 2009 in Berlin schaffte er Rang 18.

Später schlug er die Trainer-Laufbahn ein, zunächst in Düsseldorf. Fast drei Jahre arbeitete Pollmächer danach sehr erfolgreich im Mittel- und Langstreckenbereich für die Königsblauen. Unter seiner Ägide gab es zahlreiche Top-Platzierungen bei Deutschen Meisterschaften. Mit 1.500-m-Läuferin Lea Kruse qualifizierte sich eine Starterin sogar für die Junioren-Europameisterschaften. Kruse wird Schalke auch verlassen. Sie wird wohl in der neuen Saison für den TV Wattenscheid an den Start gehen.

Zu Bayer Leverkusen zieht es die erfolgreichen Mittelstrecklerinnen Amelie Klug und Clara Braun sowie Daniel Luca Sergio, die in den vergangenen Jahren zahlreiche Medaillen bei Deutschen Jugendmeisterschaften holten.

Schalkes Leichtathletik-Abteilungsleiterin Simone Rochel ist einerseits traurig, dass solche sportlichen Aushängeschilder Gelsenkirchen verlassen, andererseits kann sie die Wechsel auch nachvollziehen, weil in Leverkusen und Wattenscheid die Rahmenbedingungen für die Leichtathletik noch besser sind.

„Solche Wechsel von Leistungsträger gab es auch schon in der Vergangenheit. Damit müssen wir klarkommen“. Unbestritten bleibt, dass die Schalker Leichtathleten in den vergangenen Jahren eine kräftigen Aufschwung in der Spitze als auch in der Breite genommen haben. Dazu hat André Pollmächer einen erheblichen Beitrag geleistet.

Nach seiner erfolgreich bestandenen Prüfung als Diplomtrainer an der Sporthochschule in Köln trauen nicht wenige Leichtathletik-Experten dem gebürtigen Chemnitzer zu, dass er in einigen Jahren auch für eine Stelle als Bundestrainers in Frage kommen könnte.

Foto: NBM

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