Bischof hat Verständnis für Verärgerung

Von Boris Spernol

Die Tatsache, dass die Pfarrei St. Hippolytus nach dem Willen des Essener Bischofs Franz-Josef Overbeck mittelfristig mit St. Urbanus fusionieren soll, hat in der Pfarrei Irritationen und Verärgerung ausgelöst. Er habe für die „ausgelösten Reaktionen“ Verständnis, schreibt Overbeck nun in einem Brief, der am Wochenende in den Messen der Pfarrei St. Hippolytus verlesen wurde. In der Sache zurückzunehmen hat er indes letztlich nichts.

Die Reaktionen seien für ihn, „insofern verständlich, da ich die Perspektive einer künftigen Zusammenführung der beiden Pfarreien in meinem Bestätigungsschreiben zum Votum Ihrer Pfarrei St. Hippolytus vom 11. November 2015 nicht erwähnt habe“. Leider sei es in der vergangenen Woche „versäumt worden, Ihnen zeitgleich das Bestätigungsschreiben an St. Urbanus zukommen zu lassen und den entsprechenden Hinweis zu erläutern“.

Mit dem Brief wollte Overbeck nun „die von mir benannte Perspektive“ einordnen. So hätten seines Wissens der Horster Pfarrer Wolfgang Pingel und andere Verantwortliche in der Pfarrei „seit langem immer wieder betont“, dass die Zukunftsplanungen im Pfarreientwicklungsprozess „angesichts der Entwicklungen in unserem Bistum bis 2030 voraussichtlich noch weitere Entscheidungen notwendig machen werden, die sich auf den Zuschnitt der Pfarreien im Bistum Essen beziehen“.

Dazu gebe es „aktuell keine Planungen“, erläutert Overbeck, „wenngleich ich den Hinweis auf eine mögliche Veränderung der Struktur der Pfarreien auch in anderen Bestätigungsschreiben an Pfarreien ebenfalls gegeben habe“. Darüber werde in den nächsten Jahren erst beraten.

Allerdings: Pfarrer Pingel liege „mit seiner Einschätzung sicher richtig, dass er voraussichtlich der letzte Pfarrer der Pfarrei St. Hippolytus sein wird“, schreibt Bischof Overbeck in seiner Stellungnahme. Doch werde die Fusion der Pfarreien „immer auf ‚Augenhöhe‘ und unter Beteiligung aller Verantwortungsgremien erfolgen“.

Foto: Spernol

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