Das MiR zeigt Rote Erde

Anfang der 1980er-Jahre hielt eine bis heute legendäre WDR-Ruhrgebiets-Serie das deutsche Fernsehpublikum in Atem: „Rote Erde“ von Regisseur Klaus Emmerich erzählt in 13 Folgen die Geschichte vom Leben und Arbeiten auf Zeche „Siegfried“ in den Jahren 1887 bis 1945.

Es ist die Geschichte von Bruno Kruska, der aus Pommern ins Westpreußische Revier kommt, um als Bergmann sein Glück zu machen, von seinem Freund und Kollegen Otto Schablowski, von der Familie Boetzkes, deren Tochter Pauline Bruno heiratet und deren Bruder Karl sich für die Rechte der Bergarbeiter einsetzt – und nicht zuletzt vom Reviersteiger Rewandowski, mit dessen Interessen sich Karl messen muss.

Vor allem ist es eine „Geschichte von Unten“, die von der harten Arbeit unter Tage erzählt, von den Gefahren, der sich die Bergleute täglich aussetzen, vom nicht nachlassenden Kampf um bessere Arbeits-und Lebensbedingungen und um gesellschaftliche Teilhabe, und natürlich von der Solidarität und dem Familienleben in der Siedlung „Eintracht“.

So zieht sich das Zeitpanorama vom Kaiserreich in die Weimarer Republik, durch den 1. Weltkrieg, die Ruhrgebietsbesetzung über zwei Generationen hinweg bis zum Ende des 2. Weltkriegs. Rahmen der Veranstaltungsreihe „Schicht im Schacht – Letzte Seilfahrt“ zum Ende des Steinkohle-Bergbaus gibt es ein Wiedersehen mit „Rote Erde“ auf der großen Leinwand: In Zusammenarbeit mit dem Ruhr Museum zeigt das Musiktheater im Revier in zwei Schichten am Freitag ab 17 Uhr und am Samstag ab 10 Uhr die legendäre Serie in 14 Stunden ab Folge 5 (1899).

Zu Gast sind dabei am Freitag  im Musiktheater die Schauspieler Vera Lippisch, Walter Renneisen und Ralf Richter sowie Redakteur Wolf-Dietrich Brücker als Stargäste. Um 18, 20 und 22 Uhr sind einstündige Pausen mit Programm und Talks mit Darstellern und Machern der Serie geplant. Auch für eine bergmannsgerechte Verpflegungsmöglichkeit ist gesorgt.

Foto: WDR

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