Die Sardelle schwimmt wieder

GELSENKIRCHEN. Die Sardelle, ein Fisch, der in vielen europäischen Regionen als Spezialität geschätzt wird, hat sich bei Sardellenfesten in den Vorjahren als internationaler Botschafter besonderer Art bewährt.

Aufgrund dieses großen Erfolges wird die Sardelle auch in diesem Jahr wieder Mittelpunkt eines interkulturellen Gelsenkirchener Sommerfestes – insbesondere für Neubürgerinnen und Neubürger – sein. Am Samstag, den 15. September 2018, wird von 14 bis 20 Uhr rund um und im Wissenschaftspark gefeiert. Es haben sich erneut mehr als 20 Vereine und Organisationen (u.a. der Deutsch-Türkische Freundeskreis e.V., die Manuel Neuer Kids Foundation, Gelsensport, das Kinder- und Jugend-Zentrum Spunk, Türkischer Lehrerverein e.V., die Tunesische Vereinigung e.V., Deutsch-Türkischer Hilfsverein e.V. und zahlreiche weitere Migrantenvereine, die AWO, GEKITA, Polizei, Feuerwehr und viele weitere) angemeldet, die sich und ihre Arbeit vorstellen werden.
Vereine und Verbände gestalten ihre Spiel- und Sportangebote und viele weitere Aktivitäten für die ganze Familie. In einem Erzählzelt können Kinder und Erwachsene Tier- und Abenteuergeschichten lauschen, sich an Kunstaktionen des Interkulturellen Ateliers beteiligen, sich mit Henna- oder Airbrush-Tattoos schmücken oder beim Turmbau und im Bubble Ball aktiv werden. An den kulinarischen Ständen werden Sardellen und internationale Leckereien angeboten. Das Buch „Hansi Hamsi - eine kleine Sardelle erzählt von ihrer Reise“ wird am Stand des Referates Zuwanderung und Integration der Stadt erhältlich sein.
Ercan Karahan stellt auf der Bühne seine neue Komposition vor, die „Gelsenkirchen-Ode“. Sowohl die Musik als auch der Text dieses musikalischen Projektes soll die gesellschaftliche Realität in den Ruhrgebietsstädten widerspiegeln und eine klare Botschaft der Integration und des friedlichen Zusammenlebens der Menschen in einer von der Diversität geprägten Gesellschaft darstellen. Der Songtext in lyrischer Form beschreibt ein Heimatgefühl im Struktur- und Demographischen Wandel bei gleichzeitiger Bejahung der Willkommenskultur für Menschen anderer Herkunft.
Nach dem Fest wird die Instrumentalversion den Gelsenkirchener Schulen und Jugendmusikgruppen zur Verfügung gestellt.

Die jungen Musikerinnen und Musiker können dann ihre eigenen Coverversionen einspielen. Eigene Textversionen (zu ihrer Schule, Stadt oder zu anderen Themen, die sie bewegen) können entstehen, andere Instrumentierungen oder Musikstile können gesungen und eingespielt werden.
Der große Fisch, der an diesem Tag auf dem Teich des Wissenschaftsparks schwimmen wird, ursprünglich von Jugendlichen des Förderkorbs geschaffen, wurde von Kindern der Wiehagenschule mit Unterstützung des Gelsenkirchener Künstlers Heiner Szamida farblich und künstlerisch aufgefrischt.
Das Bühnenprogramm bietet eine bunte Palette an Tanz und Gesang. Vom kongolesischen Chorgesang über Schülerinnen der Opera School bis zum Zumba-Tanz der Gesamtschule Ückendorf und der Brassband der Gesamtschule Horst erstreckt sich die Bandbreite. Die Gruppe „Yakamoz“ will das Publikum zum Mitmachen animieren und es am Ende ihres Konzerts in die Arkaden des Wissenschaftsparks führen.
Dort beginnt das musikalische Hauptbühnenprogramm um 18 Uhr mit der Gruppe „Las Malas“, die authentischen Flamenco mit interaktiven Überraschungen bietet.
Zum Abschluss tritt „Yüksek Tansiyon“ auf. Der Name heißt übersetzt „Bluthochdruck“. Mit türkisch-orientalischer Pop und Rock- Musik will die Band das Publikum zum Tanzen bringen.

 

Foto: NBM (Archiv)

« Vorherige Seite

Kommentare

Um Kommentare zu schreiben, bitte einloggen oder bei www.buer-total.de anmelden.