Mehr Menschen ohne Jobs

Gelsenkirchen. Die Zahl der Arbeitslosen hat sich in Gelsenkirchen weiter erhöht. Im Februar waren im Stadtgebiet 19 448 Menschen ohne Arbeit – 85 mehr als im Vormonat, was einem Anstieg um 0,4 Prozent entspricht. Die Arbeitslosenquote lag bei 15,6 Prozent (+0,1 zum Vormonat). Dies sei saisontypisch, sagt die Agentur für Arbeit.
„Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit ist für den Monat Februar üblich“, sagt Karl Tymister, Leiter der Agentur für Arbeit Gelsenkirchen. „Eine Ursache sind die zu Jahresbeginn endenden zweieinhalb- und dreieinhalbjährigen Berufsausbildungen. Junge Fachkräfte, die nach ihrer Ausbildung nicht nahtlos in ein Arbeitsverhältnis übernommen werden, melden sich dann vorübergehend arbeitslos“, so Tymister. „Erfahrungsgemäß ist die Arbeitslosigkeit bei jungen, aktuell qualifizierten Facharbeitern aber nur von kurzer Dauer“, erläutert er weiter. Mit 1786 unter 25-Jährigen waren 108 oder 6,4 Prozent mehr Jüngere arbeitslos als im Januar. Gegenüber dem Vorjahresmonat hat die statistische Arbeitslosigkeit in Gelsenkirchen insgesamt um 2157 Personen zugenommen, was einem Plus von 12,5 Prozent entspricht.
Die Unterbeschäftigung belief sich im Februar auf 24 838 Personen. Das waren 399 mehr als im Vormonat und sogar 587 mehr als vor einem Jahr. Die Unterbeschäftigungsquote lag im Februar bei 19,3 Prozent. „Die Unterbeschäftigung beschreibt das Volumen der Arbeitslosigkeit einschließlich der Personen, die zum Beispiel wegen der Teilnahme an Qualifizierungs-, Trainings- oder Beschäftigungsmaßnahmen, wegen Krankheit oder vorruhestandsähnlicher Regelungen nicht als arbeitslos gezählt werden“, erläutert Tymister.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit) waren im Februar 3441 Personen arbeitslos gemeldet, 87 mehr als im Vormonat (+2,6 Prozent). Im Vergleich zum Februar des Vorjahres ergibt sich ein Anstieg um 177 (+5,4 Prozent).
Im Rechtskreis des SGB III hat sich die Unterbeschäftigung gegenüber dem Vormonat um 117 auf 3943 Personen erhöht. Gegenüber Februar 2013 bedeutet das einen Anstieg um 177 Personen.
Im Integrationscenter für Arbeit Gelsenkirchen (Jobcenter IAG) war die Zahl der Arbeitslosen mit 16 007 Personen gegenüber Januar nahezu unverändert (-2). Gegenüber dem Vorjahresmonat hat sich die statistische Arbeitslosigkeit um 1980 Personen erhöht, was einem Plus von 14,1 Prozent entspricht. 82,3 Prozent der Arbeitslosen in Gelsenkirchen müssen damit aktuell vom Arbeitslosengeld II (Hartz IV) leben.
Im Rechtskreis des SGB II hat die Unterbeschäftigung mit 20 896 Personen gegenüber dem Vormonat um 282 Personen und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 411 Personen ebenfalls zugenommen.
Unternehmen aus Gelsenkirchen meldeten dem Leiter der Arbeitsagentur zufolge im Berichtsmonat insgesamt 477 neue offene Stellen, 82 mehr als noch im Vormonat. Nachfrage nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zeigten hierbei unter anderem die Gastronomie, das Gesundheits- und Sozialwesen und der Bereich der Personaldienstleiter, erläuterte Karl Tymister.

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