Mordkommission eingerichtet

Von Boris Spernol

Nach einer Straßenschlägerei am Sonntagnachmittag (29. Juli 2018) hat das Polizeipräsidium Gelsenkirchen eine Mordkommission mit den weiteren Ermittlungen betraut. Hintergrund sei, dass die Kopfverletzungen, die ein 27-jähriger Gelsenkirchener hierbei erlitt, „durchaus lebensgefährlich sein könnten“, wie ein Polizeisprecher erläuterte.

Polizeiangaben zufolge war es auf der Schlossstraße zu einer größeren Schlägerei gekommen, an der rund 20 bis 30 rumänisch-stämmige Menschen beteiligt gewesen seien. „Bei Eintreffen massiver Polizeikräfte gingen die Beteiligten rasch auseinander, weitere Gewalthandlungen konnten unterbunden werden. Die Ermittlungen zur Ursache der Auseinandersetzung dauern derzeit noch an“, sagte ein Polizeisprecher.

Den Angaben zufolge schlugen die Beteiligten unter anderem mit Flaschen, Baseballschlägern und Stühlen aufeinander ein. Zeugen zufolge sollen auch Steine geworfen worden sein.„Fünf Beteiligte mussten in verschiedenen Krankenhäusern medizinisch versorgt werden, drei Personen wurden zur Verhinderung weiterer strafbarer Handlungen in Gewahrsam genommen, es wurden ca. 25 Platzverweise ausgesprochen“, so der Polizeisprecher. Die Polizei beschlagnahmte Schlagwerkzeuge und zwei Handyvideos.Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Essen erklärte auf Anfrage, zu den Ermittlungen und den möglichen Hintergründen der Auseinandersetzungen werde es „bis auf Weiteres“ keine weiteren Auskünfte geben.

Unterdessen lädt die SPD Horst-Süd für Donnerstagabend zu einer Diskussion ein. Die Menschen im Stadtteil seien „geschockt über die Massenschlägerei mit Verletzten, die zwischen rumänisch- stämmigen Familien auf offener Straße ausgetragen wurde“, sagt Joachim Gill, stellvertretender Ortsvereins-Vorsitzender. Die SPD sei „seit geraumer Zeit den heftigen Klagen von Nachbarn gegen unhaltbare Zustände durch EU-Ost–Zuwanderer nachgegangen“, so Gill. Zuletzt habe sich der Präventionsrat Horst eingehend damit befasst. Im Mittelpunkt des Abends stehe die Frage, „ob und wie ein gedeihliches Miteinander erreicht werden kann“. Die Diskussion beginnt um 18 Uhr in der Gaststätte Zilch an der Markenstraße 34. Zur Teilnahme eingeladen wurden Polizei, Kommunaler Ordnungsdienst, das Referat Zuwanderung und Integration und der Präventionsrat Horst.

Foto: Thomas Siepmann/pixelio.de

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