„Schiff ahoi“ vor Bergbaukulisse

Um Schiffe zu sehen, muss man bekanntlich nicht erst an die Nordsee fahren – auch der Rhein-Herne-Kanal lädt zum Schauen und Bewundern ein. Besonders am 28. April: Dann startet nämlich der „KulturKanal“ in seine neue Saison.

Am Mittwoch stellten die Verantwortlichen das Programm vor Ort im Nordsternpark vor. „Wir möchten die ganzen 70 Kilometer des Rhein-Herne-Kanals mitnehmen“, sagte Linda Thol, Projektleiterin beim Regionalverband Ruhr (RVR). Höhepunkt des Tages ist eine Schiffsparade.

Über 60 Schiffe, Motorsport- und Ruderboote formieren sich um 14 Uhr zur Parade am Nordsternpark. Die Schiffstour auf dem Rhein-Herne-Kanal führt dann über Bottrop bis nach Oberhausen zum Kaisergarten. Dort wird der Konvoi um 16 Uhr mit Musik und einem Abschlussfest empfangen. Im vergangenen Jahr säumten zur Parade mehr als 25.000 Menschen die Ufer. Wer auf einem der Fahrgastschiffe mit dabei sein will, sollte sich beeilen: Fast alle Plätze sind bereits ausgebucht. „Die ersten Schiffe haben schon im Januar gemeldet, dass alle Karten weg sind“, so Linda Thol. Allerdings: Sollte das Wetter mitspielen, könnten kurzfristig noch mehr Karten zu haben sein. In dem Fall würden die Schiffsbetreiber auch Tickets für ihre Sonnendecks verkaufen.

Aber man muss nicht mit dem Schiff fahren, um an diesem Tag auf seine Kosten zu kommen. Im Nordsternpark lädt die Stadtmarketing Gesellschaft (SMG) von 11 bis 17 Uhr zum Familienfest. An über 50 Ständen erwarten die Besucher Spiel und Spaß für Kinder, Info- und Mitmachangebote und jede Menge Gaumenfreuden.

„Wir wollen vor allem den Kindern ein kostenloses Angebot machen“, sagt Sandra Falkenauer von der SMG. Das heißt: Die meisten Aktionen, die an dem Tag auf die Besucher warten, kosten keinen Eintritt. Und geboten wird eine ganze Menge: Mutige greifen in die Tastkästen der Zoom-Erlebniswelt und machen erste Erfahrungen mit den Fauchschaben. Wissbegierige werfen einen Blick durch das Mikroskop auf die heimische Unterwasserwelt in Otti’s U-Boot. Phänomania, das Erfahrungsfeld der Sinne, lädt zu Experimenten ins Amphitheater ein. An verschiedenen Versuchsstationen können die Welt der Wissenschaften, physikalischen Phänomene und die menschlichen Sinne spielerisch erforscht werden. Fußballerisches Feingefühl ist im Parcours der SG Eintracht Gelsenkirchen und beim FC Schalke 04 gefragt. Und wer schon immer einmal in einem echten Einsatzfahrzeug mit Blaulicht Platz nehmen wollte, ist beim Hauptzollamt richtig.

Virtuell und mit allen Sinnen lässt sich die Welt unter Tage im VR-Bergwerk des WDR erleben. An drei Stationen kann man etwa die digitale Spitzhacke in die Hand nehmen, um bei real spürbarer Wärme und Vibration die Kohle aus dem Flöz zu hauen, eine Seilfahrt in Echtzeit antreten oder dem Ruhrkohle-Chor zum Steigerlied durchs Bergwerk Prosper Haniel folgen

Wer mit dem Fahrrad anreist, kann sein Zweirad am Stand des ADFC zum Schutz vor Diebstahl codieren lassen (Kosten für Nichtmitglieder 8 Euro pro Fahrrad, vergünstigte Preise für ADFC-Mitglieder und Familien). Achtung: Um sich als rechtmäßiger Besitzer ausweisen zu können, müssen der Kaufbeleg und Personalausweis vorgezeigt werden.
Im Biergarten des Amphitheaters gibt es ab 11 Uhr ein Bühnenprogramm, unter anderem mit dem Duo „talian“, dem Shanty-Chor Bochum und Berit Terhaven.

Aktuelle Infos zum Familienfest gibt es bei „Gerne Gelsenkirchen“ auf Facebook. Rest-Tickets für die Schiffe bekommt man unter www.reservix.de.

Foto: Heselmann

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