Schüler stellen Statistiken auf

von René Preuss

Ein bisschen Statistik gefällig? Die Mädels und Jungs vom Max-Planck-Gymnasium haben ein paar Werte zum Wetter geliefert.

Auch für den Dezember 2013 hat die Wetterstation des Max-Planck-Gymnasiums wieder Daten geliefert, die Dominik Tallarek zusammengefasst und analysiert hat. Genauso wie die Werte des gesamten Jahres 2013.

Das Wetter im Dezember 2013: Die Durchschnittstemperatur im Dezember 2013 betrug 3,8 Grad Celsius. Sie liegt damit sehr nah am langjährigen Mittel für Buer/MPG (1969 - 2013) das 3,5°C beträgt. Der wärmste Dezember wurde 1974 mit 7,5 °C gemessen, am kältesten war es im Jahr 2010 mit -3,9°C. Im Dezember hatten wir lediglich sechs Frost- und keinen Eistag. An Frosttagen sinkt die Temperatur unter 0°C, an Eistagen bleibt die Temperatur den ganzen Tag unter 0°C. Der Gesamtniederschlag des Dezembers 2013 betrug 69,2 Liter pro m² oder 69,2 mm. Dieser liegt ebenfalls relativ nah am Mittelwert von Buer (76,7 mm) seit Beginn der Messungen 1948. Bisher gab es im Dezember 1963 die geringsten Niederschläge mit 15,9 mm. Als höchster Wert wurde 1966 eine Menge von 218,4 mm ermittelt.

Insgesamt liegt der vergangene Monat also voll im Durchschnitt, was allerdings recht selten ist, betrachtet man die starken Schwankungen, denen sowohl die Durchschnittstemperaturen als auch die Gesamtniederschläge der letzten Jahre unterlagen. Gefühlt war der Dezember eher zu warm, was objektiv auf die geringe Anzahl der Frosttage und subjektiv auf das fehlende „weiße Weihnachten“ (was für unsere Region übrigens eher die klimatische Ausnahme ist) zurückzuführen sein dürfte.

Außerdem war der Dezember im Durchschnitt fast genauso warm wie der vorangegangene, mit 3,9 °C außergewöhnlich kalte (Minimum der Aufzeichnungen!) November. Im langjährigen Vergleich ist der Dezember aber ohnehin nicht der kälteste Monat in Buer, sondern die Monate Januar und Februar. Die kommenden Wochen werden also zeigen, ob wir einen warmen, einen „normalen“ oder den schon prophezeiten kalten Winter bekommen.
Das Wetter im Jahr 2013: Die Durchschnittstemperatur im Jahr 2013 betrug 8,9 Grad Celsius. Sie liegt damit um 1,5 ° unter dem langjährigen Mittel für Buer/MPG (1969 - 2012), das 10,4°C beträgt.
Der höchste Wert mit 12,7 °C wurde 2006 ermittelt, den Negativrekord bildete das Jahr 2010 mit 8,3°C. Der Gesamtniederschlag des Jahres 2013 betrug 668,2 Liter pro m² oder 668,2 mm. Dieser liegt merklich unter dem Mittelwert von Buer (790,0 mm) seit Beginn der Messungen 1948. Bisher gab es im Jahr 1959 die geringsten Niederschläge mit 485,1 mm. Als höchster Wert wurde 1965 eine Menge von 1112,9 mm ermittelt. Insgesamt war das Jahr 2013 also etwas kälter und deutlich trockener als im langjährigen Mittel.
Beim Vergleich einzelner Monate mit den Durchschnitts- und Extremwerten der vergangenen Jahre lassen sich noch detailliertere Aussagen machen.
Es ist zu erkennen, dass in fast allen Monaten 2013 die Durchschnittstemperaturen knapp unter dem langjährigen Mittel lagen. In den Monaten März und November stellen die Temperaturen des Jahres 2013 sogar die Minima seit Beginn der Wetteraufzeichnungen am MPG dar.
Lediglich in den Monaten August und Oktober lagen die Monatsmittel leicht über den Durchschnittswerten für die Zeit seit 1969.
Ebenso interessant ist der Vergleich der Gesamtniederschläge der einzelnen Monate für 2013 mit den entsprechenden Durchschnitts- und Extremwerten der Jahre 1948 bis 2013: Auch wenn die Niederschlagskurve für das vergangene Jahr deutlich näher am langjährigen Mittel liegt als im Jahr 2012, gibt es einige Besonderheiten.
Zum einen waren die Monate April, Juli und August sehr trocken, zum anderen startete der Herbst mit einem überdurchschnittlich feuchten September. Die Abweichungen der anderen Monate sind dagegen nicht so bedeutend.
Zusammengefasst startete das Jahr 2013 also mit einem kalten und vor allem langanhaltenden Winter, wonach es in einen kühlen, trockenen Frühling überging. Der sehr trockene und normal warme Sommer, der uns mit einer feuchten Unterbrechung im September bis in den Oktober begleitete, endete dann recht abrupt in einen früh einsetzenden Winter.

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