Wermutstropfen „Fahrradkinder“

Klar ist: Jeder Unfall im Straßenverkehr ist ganz eindeutig einer zuviel. Dennoch kann die Verkehrswacht Gelsenkirchen für das Jahr 2013 ein positives Fazit ziehen.
„Jahr für Jahr mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass sich die Anzahl der Verkehrsunfälle jedes Mal erhöht hatte. Zum ersten Mal konnten wir nun mit Freude einen entgegengesetzten Trend im Jahr 2013 feststellen. Die Summe der gemeldeten Ereignisse ist erheblich geringer geworden“, veröffentlicht die vom Vorsitzenden Helmut Barek geführte Verkehrswacht GE neueste Zahlen und Erkenntnisse. So heißt es weiter: „Auch die Zahl der verunglückten Personen ging zurück. Ganz besonders, wenn man den Kreis der Senioren, Menschen, die 65 Jahre oder älter sind, genauer betrachtet. Waren es 2012 noch 107 ältere Mitbürger, die zu Schaden gekommen sind, so verringerte sich deren Zahl 2013 auf 83. Es zahlt sich aus, wenn man sich in besonderem Maße diesem Personenkreis zuwendet.“ Polizei und das Nahverkehrsunternehmen Bogestra waren und sind in diesem Bereich zusammen mit der Verkehrswacht und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat besonders aktiv.
So besucht Helmut Barek, auch Moderator des Deutschen Verkehrssicherheitsrates im Programm „Sicher mobil im Alter“, jährlich für die Verkehrswacht bis zu 30 Gelsenkirchener Gruppen, in denen sich Senioren treffen.

 

 

Mit ihnen erörtert er Probleme, die ältere Menschen im Straßenverkehr haben, um gemeinsam eine Lösung für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr zu finden. Sein besonderes Augenmerk richtet er auf mobilitätseingeschränkte Mitbürger.
Mit ihnen trainiert er beispielsweise immer wieder intensiv den Umgang mit einem Rollator.
Ein Wermutstropfen in der Verkehrsunfallstatistik ist nach den Angaben der Verkehrswacht Gelsenkirchen allerdings die Zunahme der Verkehrsunfälle mit fahrradfahrenden Kindern.
Um dem weiterhin vorzubeugen, werden Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Grundschulklassen in den beiden Jugendverkehrsschulen der Stadt, die die Verkehrswacht mit Medien und Fahrzeugen ausstattet, durch Verkehrssicherheitsberater der Polizei auf das Fahrradfahren im öffentlichen Verkehrsraum sorgfältig vorbereitet. Darum sei es nun schlecht nachzuvollziehen, dass gerade diese Altersgruppe häufiger mit ihren Rädern an Verkehrsunfällen beteiligt ist. „Wir hoffen, dass die Kinder durch vermehrtes Training mit ihrem Fahrzeug sicherer im Straßenverkehr werden. Und wenn sie dann auch noch während der Fahrt einen Fahrradhelm tragen, müssen sie nicht mehr mit schwersten Verletzungen rechnen, wenn es zu einem Sturz kommt“, so die Gelsenkirchener Verkehrswacht. Darauf zu achten, dass vom Kind ein Helm getragen wird, sei in erster Linie Aufgabe der Eltern.

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